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Swap-Rechner (Übernachtgebühren)

Berechne, was dich eine offene Forex-Position pro Nacht kostet oder einbringt: Währungspaar, Lots, Kurs und die Zinssätze beider Währungen eingeben und Swap pro Nacht, Woche, Monat und insgesamt in Dollar sehen.

Der Swap wird in USD (Kontowährung) angezeigt

Anzahl Standard-Lots (1 Lot = 100.000 Einheiten)

Aktueller Kurs von EUR/USD

Richtung deines Trades

Jahreszins der Basiswährung (EUR)

Jahreszins der Kurswährung (USD)

Wie viele Nächte die Position offen bleibt

Live-Kurse werden geladen …

Swap pro Nacht

−⁠4,47 $

negativer Carry (du zahlst)

Nominalwert

108.696 $

Zinsdifferenz

−1,50%

Carry

Negativ (du zahlst)

Swap am Mittwoch (×3)

−13,40 $

Dreifacher Swap

Die meisten Broker berechnen am Mittwoch den dreifachen Swap für das Wochenende (Samstag und Sonntag). Eine echte Woche umfasst also 5 normale Tage + 1 dreifachen = 7 Tage Swap.
Hochgerechnete Kosten

Pro Woche (7 Nächte)

−31,27 $

Pro Monat (30 Nächte)

−134,01 $

Pro Jahr (365 Nächte)

−1.630,44 $

Gesamt (5 Nächte)

−22,33 $

Zuletzt geprüft: · Wie wir unsere Rechner prüfen


So nutzt du den Swap-Rechner

Der Swap – auch Übernachtgebühr oder Finanzierungskosten genannt – ist der Zins, den dein Broker belastet oder gutschreibt, wenn eine Forex-Position über den Tageswechsel gehalten wird. Gebucht wird um 23:00 Uhr deutscher Zeit. Wer ein Währungspaar kauft, kauft die erste Währung und verkauft die zweite: Er bekommt die Zinsen der einen und zahlt die der anderen. Bringt die gekaufte Währung mehr Zinsen, ist der Swap positiv, sonst ist er ein Kostenfaktor.

  1. Währungspaar und Positionsgröße in Lots (1 Lot = 100.000 Einheiten der Basiswährung).
  2. Kurs des Paares: wird mit dem Referenzkurs vorausgefüllt; trag den Kurs deiner Plattform ein, wenn du es genau willst.
  3. Position: Long (Kauf) oder Short (Verkauf). Dasselbe Paar kann in der einen Richtung Geld bringen und in der anderen kosten.
  4. Jahreszinsen der Basis- und der Kurswährung. Als Näherung taugen die Leitzinsen der Notenbanken. Jeder Zinssatz gehört zu seiner Währung: Wechselst du das Paar, behält eine bereits eingetragene Währung ihren Zins, eine neue erscheint leer.
  5. Anzahl Nächte, die du die Position halten willst. Bei Crosses ohne Dollar kommt der Dollarwert der Kurswährung hinzu.

Das Ergebnis zeigt den Swap pro Nacht, den dreifachen Mittwoch, die Kosten pro Woche, Monat und Jahr sowie die Summe für deine Haltedauer – grün, wenn du erhältst, rot, wenn du zahlst.

Die Formel

  • Nominalwert (USD) = Lots × 100.000 × Kurs, in Dollar umgerechnet
  • Zinsdifferenz = Zins der Währung, die du hältst − Zins der Währung, die du schuldest (Long: Basis − Kurswährung; Short: umgekehrt)
  • Swap pro Nacht = Nominalwert × Zinsdifferenz ÷ 100 ÷ 365
  • Gesamt = Swap pro Nacht × Anzahl Nächte

Wichtig: Der Swap fällt auf den ganzen Positionswert an, nicht auf die hinterlegte Margin. Mit Hebel zahlst oder erhältst du also Zinsen auf einen Betrag, der ein Vielfaches deines eingesetzten Kapitals ist.

Dreifacher Mittwoch. Devisengeschäfte werden zwei Bankarbeitstage später abgewickelt. Eine Position, die über Mittwochnacht läuft, wird am Freitag abgerechnet, die von Donnerstag am Montag. Deshalb buchen die meisten Broker am Mittwoch drei Tage Swap und am Wochenende keinen. Über eine volle Woche kommen so sieben Tage zusammen.

Theoretischer Swap und Broker-Swap. Der Rechner zeigt den Swap, der sich aus der Zinsdifferenz ergibt. Dein Broker veröffentlicht eigene Swap-Punkte in der Kontraktspezifikation (im MetaTrader per Rechtsklick auf das Symbol) und schlägt eine Marge auf. Oft sind deshalb beide Richtungen negativ, oder die positive Seite bringt deutlich weniger als die Theorie. Nutze den Rechner für die Größenordnung und die Broker-Angabe für den exakten Betrag.

Praxisbeispiele

Beispiel 1 — EUR/USD-Short über 10 Nächte

Angenommen, der Euro bringt 2 % Zinsen und der Dollar 4 %.

  • 1 Lot bei 1.0850 = Nominalwert 108.500 $
  • Zinsdifferenz beim Short: 4 % − 2 % = 2,00% zu deinen Gunsten
  • Theoretischer Swap pro Nacht: +5,95 $ · 10 Nächte: +59,45 $

Derselbe Trade als Long würde genau diesen Betrag kosten. In der Praxis schreibt der Broker beim Short weniger gut, als die Rechnung ergibt.

Beispiel 2 — Ein halbes Lot GBP/JPY über zwei Wochen

Pfund mit 4 %, Yen mit 0,5 %, Kurs 192.00, USD/JPY bei 150.

  • Nominalwert: 9,6 Mio. Yen = 64.000 $
  • Zinsdifferenz: 3,50% · pro Nacht +6,14 $
  • 14 Nächte: +85,92 $

Das ist das Prinzip des Carry Trades: die hochverzinste Währung halten und mit der niedrigverzinsten finanzieren. GBP/JPY schwankt aber oft um 100 Pips am Tag; eine einzige Bewegung gegen dich wiegt zwei Wochen Swap leicht auf.

Beispiel 3 — USD/CHF-Short über eine Woche

Dollar mit 4 %, Franken mit 0 %, Kurs 0.8800.

  • Nominalwert: 1 Lot = 100.000 $ (bei USD als Basiswährung genau 100.000 $)
  • Zinsdifferenz beim Short: 0 % − 4 % = −4,00%
  • Pro Nacht −10,96 $ · eine Woche (7 Nächte inklusive dreifachem Mittwoch): −76,71 $

Wer gegen eine hochverzinste Währung spekuliert, zahlt jede Nacht dafür. Bei längeren Trades gehört der Swap deshalb in die Planung, genau wie Spread und Stop. Wie viel Margin die Position bindet, zeigt der Margin-Rechner, was die Kursbewegung bringt, der Forex-Rechner.

Häufige Fragen

Der Zins, den du für eine über Nacht gehaltene Position zahlst oder erhältst. Er ergibt sich aus der Zinsdifferenz der beiden Währungen des Paares, zuzüglich der Marge des Brokers.

Zum Handelsschluss um 17:00 Uhr New Yorker Zeit, also um 23:00 Uhr deutscher Zeit (in den Wochen, in denen die Sommerzeit nicht gleichzeitig umgestellt wird, um 22:00 Uhr). Nur Positionen, die zu diesem Zeitpunkt offen sind, sind betroffen.

Weil Devisen zwei Bankarbeitstage später abgewickelt werden. Die Position von Mittwochnacht wird am Freitag abgerechnet, die von Donnerstag am Montag – am Mittwoch fallen deshalb die Tage des Wochenendes mit an.

Ja, wenn du Positionen vor 23:00 Uhr schließt (Daytrading) oder ein swapfreies Konto nutzt, das manche Broker vor allem aus religiösen Gründen anbieten. Dort fällt meist eine andere Gebühr an.

Weil er seine Marge auf die theoretische Zinsdifferenz aufschlägt. Ist die Differenz klein, reicht die Marge, um Long und Short negativ zu machen. Je größer die Differenz, desto eher bleibt eine Seite positiv.

Positive Swaps sind Teil deines Ergebnisses aus dem Devisen- oder CFD-Handel und werden in Deutschland in der Regel wie die Trading-Gewinne als Kapitalerträge behandelt; negative Swaps mindern das Ergebnis. Für deinen Fall hilft eine Steuerberatung.

Im MetaTrader per Rechtsklick auf das Symbol unter „Spezifikation“: Dort stehen Swap Long und Swap Short, meist in Punkten pro Lot und Nacht. Punkte × Punktwert (ein Zehntel Pip) × Lots ergibt den Betrag in Geld.

Quellen

Diesen Rechner auf deiner Website einbinden

Kostenlos für Blogs, Foren und Tipp-Seiten. Füge dieses HTML dort ein, wo der Rechner erscheinen soll – die Größe passt sich automatisch an.

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