Positionsgrößenrechner: Wie viele Lots pro Trade?
Gib Kontostand, Risiko in Prozent, Währungspaar, Einstieg und Stop-Loss ein: Der Rechner sagt dir, wie viele Lots (Standard, Mini, Mikro) du handeln kannst, damit du beim Stop genau den Betrag verlierst, den du festgelegt hast.
Risiko pro Trade
Stop-Loss als
Drawdown-Limits deiner Prop-Firm-Challenge festlegen
Positionsgröße
0,20 Lots
Risiko in Dollar
100,00 $
Stop-Loss-Abstand
50,0 Pips
Mini-Lots
2,0
Mikro-Lots
20
Einheiten
20.000
Verwendeter Pip-Wert: 10,00 $ pro Standard-Lot (in USD notiertes Paar)
Zuletzt geprüft: · Wie wir unsere Rechner prüfen
So nutzt du den Positionsgrößenrechner
Die richtige Positionsgröße wählt man nicht nach Gefühl. Sie hängt von drei Dingen ab: wie viel du pro Trade verlieren willst, wie weit dein Stop-Loss entfernt ist und wie viel ein Pip auf dem gehandelten Paar wert ist. Der Positionsgrößenrechner verbindet die drei und gibt dir das Volumen, das du in MetaTrader oder der Plattform deines Brokers einträgst.
- Kontostand in US-Dollar. Der Rechner arbeitet mit einem Dollarkonto. Ist dein Konto in Euro, multipliziere den Saldo mit dem EUR/USD-Kurs (5.000 € bei 1.1000 sind 5.500 $). Die Lotgröße ist dieselbe, als würdest du alles in Euro rechnen.
- Risiko pro Trade. Der Anteil des Kontos, den du verlierst, wenn der Stop greift. Viele Trader bleiben zwischen 0,5 % und 2 %: tippe den Wert ins Feld (z. B. 1,25 %) oder nutze den Schieberegler. Alternativ legst du mit „Fester $-Betrag pro Pip“ direkt fest, wie viel ein Pip wert sein soll.
- Währungspaar. Majors und wichtige Crosses, auch Yen-Paare. Den Pip-Wert berechnet der Rechner aus dem Kurs und den Tageskursen der EZB.
- Einstieg und Stop-Loss. Der Rechner misst den Abstand in Pips (0.0001 bei den meisten Paaren, 0.01 bei Yen-Paaren) – für Long- und Short-Positionen. Denkst du in Pips, wähle „Stop-Loss als: Abstand (Pips)“ und gib den Abstand statt eines Kurses ein.
Ergebnis: Standard-Lots (100.000 Einheiten), Mini-Lots (10.000), Mikro-Lots (1.000) und Einheiten, dazu das Risiko in Dollar und der Stop-Abstand. Der Prop-Firm-Modus ergänzt die Limits für Tages- und Gesamt-Drawdown einer Challenge. Kurse stehen wie in MetaTrader mit Punkt (1.1000), Beträge und Lots in deutscher Schreibweise (55,00 $, 0,18 Lots); einen Kontostand wie 10.000 oder 2.500,50 liest der Rechner richtig und zeigt unter dem Feld an, wie er ihn gelesen hat.
Die Formel
- Risiko in Dollar = Kontostand × Risiko % ÷ 100
- Stop-Abstand (Pips) = |Einstieg − Stop-Loss| ÷ Pip-Größe
- Standard-Lots = Risiko in Dollar ÷ (Stop-Abstand × Pip-Wert pro Lot)
Der Pip-Wert pro Standard-Lot hängt vom Paar ab:
- Dollar als zweite Währung (EUR/USD, GBP/USD, AUD/USD): immer 10 $ pro Pip.
- Dollar als erste Währung (USD/JPY, USD/CHF, USD/CAD): 10 Einheiten der zweiten Währung, zum Kurs umgerechnet – bei USD/JPY 1.000 Yen ÷ 152.00 = 6,58 $.
- Crosses (EUR/GBP, GBP/JPY): Der Pip ist in der zweiten Währung und wird zu deren Dollarkurs umgerechnet. Den genauen Wert für jedes Paar zeigt der Pip-Rechner.
Warum das Umrechnen des Euro-Saldos genügt: Bei einem Euro-Konto ist das Risiko Saldo € × Risiko %, und der Pip-Wert von EUR/USD ist 10 $ ÷ EUR/USD in Euro. Der Wechselkurs steht oben und unten im Bruch und kürzt sich weg – die Lotgröße bleibt gleich.
Praxisbeispiele
Beispiel 1 — Euro-Konto mit 5.000 € auf EUR/USD
Du hast 5.000 € auf dem Konto und willst 1 % riskieren. Du kaufst EUR/USD bei 1.1000 mit Stop bei 1.0970. Bei einem Kurs von 1.1000 entspricht der Saldo 5.500 $.
- Risiko: 1 % von 5.500 $ = 55 $ (also 50 €)
- Stop-Abstand: 30 Pips, 10 $ pro Pip und Lot
- Lots: 55 ÷ (30 × 10) = 0,18 Lots (18.333 Einheiten)
Beispiel 2 — Prop-Firm-Challenge mit 10.000 $
In einer Challenge mit strengen Regeln riskierst du 0,5 % pro Trade: Du verkaufst GBP/USD bei 1.2700 mit Stop bei 1.2675.
- Risiko: 50 $; Stop-Abstand: 25 Pips
- Lots: 50 ÷ (25 × 10) = 0,20 Lots (20.000 Einheiten)
Bei 5 % maximalem Tages-Drawdown und 0,5 % pro Trade verkraftest du zehn Verluste am selben Tag. Der Prop-Firm-Modus des Rechners zeigt dir diese Zahl direkt an.
Beispiel 3 — USD/JPY mit kleinem Konto
Mit 3.000 $ und 1 % Risiko kaufst du USD/JPY bei 152.00, Stop bei 151.50.
- Risiko: 30 $; Stop-Abstand: 50 Pips (ein Yen-Pip ist 0.01)
- Pip-Wert pro Lot: 1.000 ÷ 152.00 = 6,58 $
- Lots: 30 ÷ (50 × 6,58) = 0,09 Lots (9.120 Einheiten)
Runde immer ab: Mit 0,10 Lots würde der Verlust beim Stop über 30 $ steigen. Akzeptiert dein Broker nur Schritte von 0,01 Lots, eröffnest du 0,09 Lots und riskierst etwas weniger als geplant.
Dasselbe Prinzip gilt für Kryptowährungen: Wer einen Coin kauft, sollte Gebühren und Break-even kennen, bevor er einsteigt – das zeigt der Krypto-Gewinn-Rechner. Und wer Sportwetten statt Devisen handelt, findet die Logik des festen Einsatzes im Surebet-Rechner wieder.
Häufige Fragen
Ein Standard-Lot sind 100.000 Einheiten der ersten Währung des Paares, ein Mini-Lot 10.000, ein Mikro-Lot 1.000. Auf EUR/USD ist ein Standard-Lot bei 1.1000 rund 110.000 Dollar wert; mit Hebel hinterlegst du davon nur einen Teil als Margin.
Ja. Rechne den Saldo zum aktuellen EUR/USD-Kurs in Dollar um und trage ihn ein. Die Lotgröße ist dieselbe wie bei einer Rechnung in Euro, weil sich der Kurs herauskürzt. Das angezeigte Risiko ist in Dollar; teile es durch den Kurs, um es in Euro zu sehen.
Eine für alle richtige Zahl gibt es nicht, viele Trader bleiben aber zwischen 0,5 % und 2 %. Mit 2 % kosten zehn Verluste in Folge rund 18 % des Kontos, mit 0,5 % weniger als 5 %.
Nein. Der Hebel bestimmt, wie viel Margin du brauchst, nicht wie viel du beim Stop verlierst. In der EU ist der Hebel für Privatkunden bei großen Währungspaaren auf 30:1 begrenzt; die richtige Lotgröße hängt trotzdem nur von Risiko, Stop-Abstand und Pip-Wert ab.
Dort, wo dein Trade-Szenario widerlegt ist – etwa unter einem Tief oder über einem Widerstand –, nicht dort, wo der Verlust gerade angenehm klein aussieht. Erst danach bestimmt der Rechner die Positionsgröße passend zu diesem Abstand.
Quellen
- Van K. Tharp, Trade Your Way to Financial Freedom (2nd ed.) (McGraw-Hill, 2006)
- Kathy Lien, Day Trading and Swing Trading the Currency Market (3rd ed.) (Wiley, 2015)
- Percentage in point (pip) (Wikipedia)
- ESMA agrees to prohibit binary options and restrict CFDs to protect retail investors (European Securities and Markets Authority (ESMA), 2018)
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