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Funding-Rate-Rechner

Berechne, wie viel Funding du bei einem Krypto-Perpetual zahlst oder erhältst: Positionsgröße, Funding Rate, Intervall, Seite und Haltedauer eingeben und Kosten pro Intervall, pro Tag, über die ganze Zeit sowie die annualisierte Rate sehen.

Nominalwert deiner Perpetual-Position

Satz pro Intervall; kann negativ sein (z. B. -0,01)

Wie oft das Funding abgerechnet wird

Deine Richtung im Markt

Wie viele Tage du die Position halten willst

Dein Hebel (nur zur Einordnung)

Du zahlst an Funding

−⁠21,00 €

Funding Rate positiv (0,01 % pro Intervall): Longs zahlen an Shorts. Du bist long, also zahlst du Funding.

Annualisierte Rate

10,95%

Funding-Intervalle

3× pro Tag

Funding-Kosten

Pro Intervall

−1,00 €

Pro Tag

−3,00 €

Pro Woche

−21,00 €

Pro Monat (30 Tage)

−90,00 €

Hochrechnung auf 30 Tage

Funding-Kosten in 30 Tagen

−90,00 €

In % der Margin

−9,00%

Hohe Funding-Kosten

Das Funding über 30 Tage übersteigt 5 % deiner Margin. Rechne die Kosten in deine Trade-Idee ein.

* Das Funding wird auf den vollen Nominalwert berechnet. Der Hebel ändert deine Margin, nicht die Funding-Kosten: Eine Position von 10.000 € mit 10× zahlt Funding auf 10.000 €. An den Börsen ändert sich die Rate mit jedem Intervall.

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So nutzt du den Funding-Rate-Rechner

Perpetual Futures haben kein Verfallsdatum und nähern sich deshalb nicht von selbst dem Spotkurs an. Damit der Kontraktpreis trotzdem in der Nähe bleibt, gibt es die Funding Rate: In festen Abständen zahlen die Trader auf der einen Seite an die auf der anderen. Notiert der Perpetual über dem Spotkurs, ist die Rate positiv und Longs zahlen an Shorts; notiert er darunter, ist sie negativ und Shorts zahlen. Die Börse behält davon nichts – sie verdient an den Handelsgebühren.

  1. Positionsgröße: der Nominalwert der Position, nicht die hinterlegte Margin.
  2. Funding Rate: der Prozentsatz pro Intervall, den deine Börse beim Kontrakt anzeigt, etwa 0,01 %. Er darf negativ sein.
  3. Intervall: meist alle 8 Stunden; manche Kontrakte rechnen alle 4 Stunden oder einmal täglich ab.
  4. Seite: Long oder Short. Zusammen mit dem Vorzeichen der Rate entscheidet sie, ob du zahlst oder erhältst.
  5. Haltedauer in Tagen.
  6. Hebel: dient nur dazu, die Kosten über 30 Tage in Prozent deiner Margin auszudrücken – das Funding selbst ändert er nicht.

Das Ergebnis zeigt, ob du zahlst oder erhältst und wie viel über die ganze Haltedauer, dazu die Beträge pro Intervall, Tag, Woche und Monat, die annualisierte Rate und den Anteil an deiner Margin. Die Beträge stehen in Euro; bei USDT-Kontrakten rechnest du genauso.

Die Formel

  • Funding pro Intervall = Positionsgröße × Funding Rate
  • Intervalle pro Tag = 24 ÷ Stunden je Intervall
  • Funding über die Haltedauer = Funding pro Intervall × Intervalle pro Tag × Tage
  • Annualisierte Rate = Funding Rate × Intervalle pro Tag × 365

Wie die Rate entsteht. Die meisten Börsen setzen sie aus einem festen Zinsanteil (oft 0,01 % je 8 Stunden) und einem Prämienindex zusammen, der den Abstand zwischen Perpetual und Spot misst, begrenzt durch eine Obergrenze pro Intervall. Die Rate ändert sich deshalb laufend; der Rechner hält sie konstant. Behandle das Ergebnis als Schätzung und rechne neu, wenn sich der Markt dreht.

Nur wer zum Abrechnungszeitpunkt eine Position hält, zahlt oder erhält. Wer zwischen zwei Zeitpunkten ein- und aussteigt, bleibt vom Funding unberührt. Handelsgebühren kommen in jedem Fall hinzu.

Der Hebel vergrößert das Gewicht. 0,01 % alle 8 Stunden sind 0,9 % des Nominalwerts in 30 Tagen – mit 10× Hebel 9 % deiner Margin pro Monat, nur fürs Offenhalten.

Praxisbeispiele

Beispiel 1 — Long über zwei Wochen

Long über 20.000 € mit 10× Hebel, Funding Rate 0,01 % alle 8 Stunden, 14 Tage.

  • Pro Intervall: 2,00 €
  • Pro Tag: 6,00 €
  • In 14 Tagen zahlst du 84,00 €

Bei 2.000 € Margin sind das gut 4 % – auch wenn der Kurs sich nicht bewegt.

Beispiel 2 — Funding-Spitze in der Rallye

Dieselbe Position, aber in einer euphorischen Phase steigt die Rate auf 0,05 % je Intervall. Du hältst 3 Tage.

  • Pro Intervall: 10,00 €
  • Pro Tag: 30,00 €
  • In 3 Tagen: 90,00 €

Hohe positive Raten zeigen, dass viele Trader gehebelt long sind. Das macht Longs teuer – und den Markt anfällig für Kaskaden von Liquidationen, wenn der Kurs dreht.

Beispiel 3 — Funding kassieren mit Cash and Carry

Du kaufst Bitcoin für 10.000 € am Spotmarkt und eröffnest einen gleich großen Short im Perpetual. Kursbewegungen heben sich auf; bei 0,01 % Funding erhältst du in 30 Tagen 90,00 €, aufs Jahr gerechnet 10,95 %.

Der Haken: Die Rate kann negativ werden, Gebühren fressen einen Teil, und der Short braucht genug Margin, um einen starken Anstieg zu überstehen. Wo er liquidiert würde, zeigt der Liquidationspreis-Rechner. Wie viel nach Gebühren am Spot-Teil hängen bleibt, rechnest du mit dem Krypto-Gewinn-Rechner aus, und wenn du Schutz über Optionen statt über einen Perpetual suchst, hilft der Krypto-Optionen-Rechner.

Häufige Fragen

Eine regelmäßige Zahlung zwischen Longs und Shorts eines Perpetual Futures, die den Kontraktpreis nahe am Spotkurs hält. Bei positiver Rate zahlen Longs an Shorts, bei negativer umgekehrt. Die Börse behält das Geld nicht ein.

Bei den meisten Börsen alle 8 Stunden, also dreimal täglich; manche Kontrakte nutzen 4 Stunden, 1 Stunde oder 24 Stunden. Zahlen oder erhalten muss nur, wer zum Abrechnungszeitpunkt eine offene Position hat.

Auf den Nominalwert der Position. Mit 10× Hebel und 1.000 € Margin bewegst du 10.000 € und zahlst Funding auf 10.000 €.

0,01 % je 8 Stunden gilt als normal und entspricht rund 10,95 % im Jahr. In stürmischen Rallyes sieht man 0,05 % bis 0,1 % je Intervall, also mehr als 50 % aufs Jahr gerechnet.

Ja, wenn du auf der Seite stehst, die erhält – etwa mit Cash and Carry: Spot kaufen und gleich viel im Perpetual shorten. Das Risiko liegt in einer Rate, die ins Negative dreht, in Gebühren und in der Margin des Shorts bei einem starken Anstieg.

Weil sie vom Abstand zwischen Perpetual und Spotkurs abhängt, der sich ständig verschiebt. Eröffnen viele Trader gehebelte Longs, steigt der Perpetual über den Spotkurs und die Rate klettert; überwiegen die Shorts, sinkt sie und kann negativ werden. Viele Börsen zeigen die voraussichtliche nächste Rate und einen Countdown bis zur Abrechnung an.

Gezahltes Funding wird von der Margin der Position abgezogen. Bei isolierter Margin und hohem Hebel kann eine Woche teures Funding den Liquidationspreis spürbar näher an den aktuellen Kurs rücken.

Quellen

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