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Carry-Trade-Rechner

Berechne den Ertrag eines Carry Trades: Positionsgröße, Zinssatz der gekauften und der verkauften Währung und Hebel eingeben und Carry pro Tag, Monat und Jahr, die Rendite auf die Margin und die Kursbewegung sehen, die den Zinsvorteil auffrisst.

Gesamter Nominalwert deines Trades

z. B. 10 für einen Hebel von 10:1

z. B. AUD: 3,60 % (die Währung, die du kaufst)

z. B. JPY: 0,50 % (die Währung, die du verkaufst)

Jahresrendite auf die Margin

+⁠51,50%

positiver Carry

Carry-Ertrag im Überblick

Carry pro Jahr

+5.150,00 $

Carry pro Monat

+429,17 $

Carry pro Woche

+99,04 $

Carry pro Tag

+14,11 $

Positionsdetails

Benötigte Margin

10.000,00 $

Zinsdifferenz

+5,15% pro Jahr

Kursrisiko gegen Carry-Ertrag

Break-even-Kursbewegung: 5,15%. So weit darf das Paar binnen eines Jahres gegen dich laufen, bevor der Carry-Ertrag aufgezehrt ist.

KursänderungErgebnis aus dem KursCarryNettoergebnis
−5%−5.000,00 $+5.150,00 $+150,00 $
−3%−3.000,00 $+5.150,00 $+2.150,00 $
−1%−1.000,00 $+5.150,00 $+4.150,00 $
+0%+0,00 $+5.150,00 $+5.150,00 $
+1%+1.000,00 $+5.150,00 $+6.150,00 $
+3%+3.000,00 $+5.150,00 $+8.150,00 $
+5%+5.000,00 $+5.150,00 $+10.150,00 $

* Der Carry wird nur aus der Zinsdifferenz geschätzt. Echte Swap-Sätze des Brokers, sonstige Übernachtgebühren und Wechselkursbewegungen sind nicht enthalten. Prüfe die Swap-Sätze vor dem Trade bei deinem Broker.

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So nutzt du den Carry-Trade-Rechner

Beim Carry Trade verschuldest du dich in einer niedrig verzinsten Währung (der Finanzierungswährung, klassisch Yen oder Franken) und legst das Geld in einer höher verzinsten an (etwa im australischen oder US-Dollar). Verdient wird die Zinsdifferenz – im Forex-Handel jede Nacht als Swap gutgeschrieben –, solange der Wechselkurs nicht gegen dich läuft. In der Nullzinsphase war übrigens auch der Euro eine beliebte Finanzierungswährung.

  1. Positionsgröße in Dollar: der Nominalwert der Position (ein Standard-Lot sind 100.000), nicht die hinterlegte Margin.
  2. Hebel: 5, wenn du mit 10.000 $ eine Position von 50.000 $ hältst. Privatkunden in der EU dürfen höchstens 1:30 bei Majors und 1:20 bei anderen Paaren wie AUD/JPY nutzen.
  3. Zinssatz der gekauften und der verkauften Währung in % pro Jahr. Die Leitzinsen der Notenbanken sind eine brauchbare Näherung.

Im Ergebnis stehen die Jahresrendite auf die Margin, der Carry pro Tag, Woche, Monat und Jahr, die benötigte Margin, die Zinsdifferenz, die Kursbewegung, die ein Jahr Carry aufzehrt, und eine Tabelle mit Kursszenarien von −5 % bis +5 %.

Die Formel

  • Zinsdifferenz = Zins der gekauften Währung − Zins der verkauften Währung
  • Carry pro Jahr = Positionsgröße × Zinsdifferenz ÷ 100
  • Carry pro Monat / Tag = Carry pro Jahr ÷ 12 / ÷ 365
  • Benötigte Margin = Positionsgröße ÷ Hebel
  • Rendite auf die Margin = Carry pro Jahr ÷ Margin × 100

Entscheidend ist die Break-even-Kursbewegung: Sie entspricht genau der Zinsdifferenz. Bei 4 % Differenz reicht eine Abwertung der gekauften Währung um 4 % innerhalb eines Jahres, und der gesamte Zinsertrag ist weg. Hochzinswährungen fallen in Krisen oft gleichzeitig und schnell, weil viele Carry-Trader zur selben Zeit aussteigen – so geschehen im August 2024, als der Yen binnen weniger Tage kräftig aufwertete.

Der Hebel vervielfacht die Rendite auf die Margin, aber genauso die Wirkung des Wechselkurses: Bei 10:1 kostet ein Kursrückgang von 5 % die Hälfte der Margin. Nicht enthalten sind der Aufschlag des Brokers auf den Swap, Kommissionen und Steuern.

Praxisbeispiele

Beispiel 1 — USD/JPY mit wenig Hebel

Dollar mit 4,5 %, Yen mit 0,5 %, Position 50.000 $ bei 10.000 $ Margin (Hebel 5).

  • Zinsdifferenz: 4,00 % · Carry pro Jahr: 2.000 $
  • Pro Monat: 166,67 $ · pro Tag: 5,48 $
  • Margin: 10.000 $ · Rendite auf die Margin: 20 %

Mit Hebel 5 verträgt die Position eine Gegenbewegung von 4 % im Jahr, ohne dass unterm Strich ein Verlust entsteht. Ein Rückgang von USD/JPY um 10 % würde dagegen 5.000 $ kosten, die Hälfte der Margin.

Beispiel 2 — AUD/JPY mit Hebel 10

  • Australischer Dollar mit 3,6 %, Yen mit 0,5 %, Position 100.000 $
  • Zinsdifferenz: 3,10 % · Carry pro Jahr: 3.100 $
  • Pro Monat: 258,33 $ · pro Tag: 8,49 $
  • Margin: 10.000 $ · Rendite auf die Margin: 31 %

31 % im Jahr klingen verlockend, aber AUD/JPY verliert in Stressphasen schnell 5 % – das wären 5.000 $, mehr als anderthalb Jahre Carry. Was der Broker tatsächlich pro Nacht gutschreibt, rechnet der Swap-Rechner aus.

Beispiel 3 — Negativer Carry

Du kaufst 50.000 $ EUR/USD mit Hebel 20, der Euro bringt 2 %, der Dollar 4 %.

  • Carry pro Jahr: −1.000 $ · pro Monat −83,33 $ · pro Tag −2,74 $
  • Margin: 2.500 $

Hier ist der Carry ein Kostenfaktor: Der Kurs muss im Jahr um 2 % steigen, nur um ihn zu decken. Wie viel freie Margin dir bleibt, zeigt der Margin-Rechner, was eine bestimmte Kursbewegung bringt, der Forex-Rechner.

Häufige Fragen

Eine Strategie, bei der du eine niedrig verzinste Währung leihst oder verkaufst, um eine hoch verzinste zu halten, und die Zinsdifferenz kassierst. Sie lohnt sich, solange der Wechselkurs stabil bleibt oder sich zu deinen Gunsten bewegt.

Paare aus einer Hoch- und einer Niedrigzinswährung: klassisch AUD/JPY, NZD/JPY, USD/JPY und USD/CHF, dazu Crosses mit Schwellenländerwährungen. Die Differenzen ändern sich mit jeder Zinsentscheidung der Notenbanken.

Dass die gekaufte Währung stärker abwertet, als sie an Zinsen bringt. Solche Umschwünge kommen plötzlich und in Panikphasen, wenn viele gleichzeitig aussteigen; mit Hebel kann das die Margin vollständig aufzehren.

Weil der Broker einen Teil der Differenz als Marge einbehält und mit kurzfristigen Interbankzinsen statt Leitzinsen rechnet. Der echte Swap liegt meist deutlich unter dem theoretischen Wert und kann bei kleiner Differenz in beide Richtungen negativ sein.

In einfacher Form ja: Euro in eine Hochzinswährung tauschen und dort Tagesgeld oder kurz laufende Anleihen kaufen. Ohne Hebel und Swap, aber mit demselben Wechselkursrisiko beim Rücktausch in Euro.

Zinsen und Swap-Erträge zählen in der Regel zu den Kapitalerträgen und unterliegen der Abgeltungsteuer; Wechselkursgewinne hängen vom Produkt ab. Kläre die Einzelheiten mit einer Steuerberatung.

Positionsgröße × Zinsdifferenz ÷ 100 ergibt den Jahresertrag, geteilt durch 365 den Ertrag pro Nacht. Mit 100.000 $ und 3 % Differenz sind das 3.000 $ im Jahr oder rund 8,22 $ pro Nacht – plus oder minus der Wechselkursveränderung.

Das hängt von den Zinsunterschieden ab. Er lohnt sich, wenn die Notenbanken sehr unterschiedliche Zinsen haben und die Märkte ruhig sind. Gleichen sich die Zinsen an oder kippt die Stimmung, werden Carry-Positionen massenhaft geschlossen, und aus dem Zinsvorteil werden Kursverluste.

Der Hebel vervielfacht den Zinsertrag bezogen auf dein Kapital, aber im selben Maß das Kursrisiko. Bei Hebel 20 entspricht eine Kursbewegung von 5 % gegen dich der gesamten Margin – ein ganzes Jahr Carry reicht dann bei Weitem nicht als Puffer.

Quellen

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