Bankroll-Management-Rechner
Berechne den passenden Einsatz pro Wette für deine Bankroll – fester Einsatz, fester Prozentsatz oder Kelly-Kriterium – mit deinem Vorteil pro Wette und einer Prognose der Bankroll nach 10, 50, 100 und 200 Wetten.
Dein gesamtes Wettkapital
z. B. 1.91 oder 2.50
Gewinnwahrscheinlichkeit: 55 %
Deine geschätzte Trefferwahrscheinlichkeit pro Wette
Wähle, wie jede Wette bemessen wird
Prozent der aktuellen Bankroll pro Wette
Empfohlener Einsatz
50,00 €
Vorteil pro Wette
+10,00%
Einsatz %
5,00%
Kelly-Anteil
10,00%
Kelly-Einsatz
100,00 €
| Gespielte Wetten | Erwartete Bankroll | Veränderung |
|---|---|---|
| Nach 10 Wetten | 1.051,14 € | +51,14 € |
| Nach 50 Wetten | 1.283,23 € | +283,23 € |
| Nach 100 Wetten | 1.646,67 € | +646,67 € |
| Nach 200 Wetten | 2.711,52 € | +1.711,52 € |
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So nutzt du den Bankroll-Management-Rechner
Bankroll Management ist der unspektakuläre, aber entscheidende Teil des Wettens: den Einsatz so zu wählen, dass eine Pechsträhne dich nicht aus dem Spiel wirft. Die Bankroll ist das Geld, das du nur fürs Wetten reservierst, der Einsatz (oft in Einheiten angegeben) der Teil davon, den du pro Tipp riskierst. Der Rechner liefert den Einsatz nach drei Methoden und zeigt, wie sich die Bankroll entwickelt, wenn deine Trefferquote stimmt.
- Gib deine Start-Bankroll in Euro ein.
- Gib die Durchschnittsquote deiner Wetten ein (1.90 oder 1,90).
- Stelle deine durchschnittliche Gewinnwahrscheinlichkeit mit dem Regler ein.
- Wähle die Einsatzmethode: fester Einsatz (immer derselbe Betrag), fester Prozentsatz (Anteil der aktuellen Bankroll) oder Kelly-Kriterium (automatisch aus deinem Vorteil).
Du siehst den empfohlenen Einsatz, deinen Vorteil pro Wette, den Einsatz in Prozent, Kelly-Anteil und Kelly-Einsatz sowie Diagramm und Tabelle mit der erwarteten Bankroll nach 10, 50, 100 und 200 Wetten. Die Prognose ist der Erwartungswert; die echte Bankroll schwankt darum. Beträge in deutscher Schreibweise (1.094,13 €), Quoten mit Punkt (1.90).
Wettsteuer: Gibt dein Buchmacher die 5,3 % weiter, trage als Durchschnittsquote deine Quote × 0,947 ein (1.90 → 1,80). So rechnet der Vorteil mit dem, was du tatsächlich ausgezahlt bekommst.
Die Formel
- Vorteil pro Wette = p × (Quote − 1) − (1 − p), in Prozent des Einsatzes.
- Fester Einsatz: Bankroll nach n Wetten = Bankroll + n × Einsatz × Vorteil.
- Fester Prozentsatz: Einsatz = % × aktuelle Bankroll; Bankroll nach n Wetten = Bankroll × (1 + % × Vorteil)ⁿ.
- Kelly: % = (b × p − q) ÷ b, mit b = Quote − 1; null ohne Vorteil.
Einheiten statt Euro
Viele Tippgeber nennen den Einsatz in Einheiten (Units), oft auf einer Skala von 1 bis 10. Üblich ist: eine Einheit = 1 % der Bankroll. 2 Einheiten sind bei 1.000 € also 20 €. Wer 5 oder 10 Einheiten auf einen einzigen Tipp setzt, riskiert 5–10 % der Bankroll – zehn verlorene Wetten in Folge, die vorkommen, ließen dann nur ein Drittel übrig.
Welche Methode? Der feste Prozentsatz (1–3 % pro Wette) ist am verbreitetsten: Der Einsatz sinkt mit der Bankroll, sie fällt also nie ganz auf null. Der feste Einsatz ist einfacher, passt sich aber nicht an. Kelly ist mathematisch optimal, wenn du deine Wahrscheinlichkeit kennst; weil das nie exakt der Fall ist, spielen die meisten halben Kelly – den rechnet der Kelly-Kriterium-Rechner aus, auf Wunsch mit Wettsteuer.
Praxisbeispiele
Beispiel 1 — 2 Einheiten (2 % der Bankroll)
Bankroll 1.000 €, Durchschnittsquote 1.90, geschätzte Trefferquote 55 %.
- Empfohlener Einsatz: 20,00 €; Vorteil pro Wette +4,50 %
- Voller Kelly wäre 5,00 %: 2 % sind weniger als halber Kelly – eine vorsichtige Wahl
- Erwartete Bankroll nach 100 Wetten 1.094,13 €, nach 200 1.197,12 €
Beispiel 2 — fester Einsatz von 10 €
Bankroll 500 €, feste Einsätze von 10 € (2,00 % der Bankroll) zur Durchschnittsquote 1.95 bei 53 % Treffern. Vorteil +3,35 %; nach 100 Wetten liegt die erwartete Bankroll bei 533,50 €.
Beispiel 3 — Kelly automatisch
Mit den Werten aus Beispiel 1 und der Kelly-Methode steigt der Einsatz auf 50,00 € und die erwartete Bankroll nach 100 Wetten auf 1.252,01 €. Sie wächst schneller, fällt in einer Pechsträhne aber auch schneller – und alles hängt daran, dass die 55 % stimmen.
Beispiel 4 — ohne Vorteil schmilzt die Bankroll
50 % Treffer bei Durchschnittsquote 1.90 wirken „fast ausgeglichen“, der Vorteil liegt aber bei −5,00 %. Mit festen 20 € sinkt die erwartete Bankroll von 1.000 € auf 900,00 € nach 100 und 800,00 € nach 200 Wetten. Kein Bankroll Management macht aus einem negativen Vorteil einen positiven.
Faustregeln
- Halte die Bankroll getrennt von anderem Geld und lade sie nicht nach, um Verluste aufzuholen.
- Setze 1–3 % pro Tipp; mehr nur bei einem sehr klaren Vorteil.
- Rechne den Einsatz regelmäßig (wöchentlich oder monatlich) auf die aktuelle Bankroll um.
- Führe Buch und miss deine Rendite mit dem Yield-Rechner und deine echte Trefferquote mit dem Trefferquote-Rechner.
- Meide Progressionen wie die Martingale, die nach Verlusten den Einsatz erhöhen: Sie schaffen keinen Vorteil und beschleunigen den Ruin.
Wie groß sollte die Bankroll sein?
Eine gute Bankroll ist Geld, dessen Verlust dein Leben nicht verändert – und groß genug, dass 1–3 % davon ein sinnvoller Einsatz sind. Mit 200 € Bankroll sind 2 % nur 4 €; wer dann 20 € pro Tipp setzt, spielt in Wahrheit mit 10 % und wird eine normale Pechsträhne kaum überstehen. Lieber kleiner setzen und länger im Spiel bleiben: Erst über viele Wetten zeigt sich, ob dein Vorteil echt ist.
Häufige Fragen
Die meisten setzen 1–3 % ihrer Bankroll pro Tipp. Bei 1.000 € sind das 10 bis 30 €; mit einem festen Prozentsatz passt sich der Einsatz automatisch an die Bankroll an.
Ein fester Anteil der Bankroll, meist 1 %. Einsätze in Einheiten machen Ergebnisse vergleichbar, egal wie groß die Bankroll des Einzelnen ist.
Der Prozentsatz schützt die Bankroll besser, weil der Einsatz nach Verlusten sinkt. Ein fester Einsatz ist einfacher, riskiert in einer Pechsträhne aber einen immer größeren Teil des Rests.
Bei 2 % pro Wette bleiben nach zehn Niederlagen in Folge gut 81 % der Bankroll; bei 10 % nur 35 %. Deshalb sind hohe Einsätze gefährlich.
Allein nicht. Ohne Vorteil sinkt die Bankroll mit jeder Methode. Bankroll Management schützt und vermehrt sie nur, wenn deine Wetten Value haben.
Gibt der Buchmacher die 5,3 % weiter, rechne mit der Durchschnittsquote × 0,947. Aus 1.90 wird so 1,80 – und mancher scheinbare Vorteil verschwindet.
Quellen
- J. L. Kelly Jr., A New Interpretation of Information Rate (Bell System Technical Journal, 1956)
- Edward O. Thorp, The Kelly Criterion in Blackjack, Sports Betting, and the Stock Market (Handbook of Asset and Liability Management, Elsevier, 2006)
- Risk of ruin (Wikipedia)
- Expected value (Wikipedia)
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