Drawdown-Rechner
Berechne den Drawdown deines Kontos vom Höchststand, den Gewinn, den du zur Erholung brauchst, wie viele Trades das bei deiner Trefferquote dauert und was eine Verlustserie mit dem Konto macht.
Drawdown
−15,00%
−1.500,00 $
Nötige Erholung
+17,65%
bis zum alten Hoch
| Drawdown | Nötige Erholung |
|---|---|
| −5% | +5,26% |
| −10% | +11,11% |
| −15% | +17,65% |
| −20% | +25,00% |
| −25% | +33,33% |
| −30% | +42,86% |
| −35% | +53,85% |
| −40% | +66,67% |
| −50% | +100,00% |
| −60% | +150,00% |
| −70% | +233,33% |
| −80% | +400,00% |
| −90% | +900,00% |
Risiko pro Trade
| Verluste | Kontostand | Drawdown gesamt | Erholung |
|---|---|---|---|
| 1 in Folge | 9.800,00 $ | −2,00% | +2,04% |
| 2 in Folge | 9.604,00 $ | −3,96% | +4,12% |
| 3 in Folge | 9.411,92 $ | −5,88% | +6,25% |
| 4 in Folge | 9.223,68 $ | −7,76% | +8,42% |
| 5 in Folge | 9.039,21 $ | −9,61% | +10,63% |
| 6 in Folge | 8.858,42 $ | −11,42% | +12,89% |
| 7 in Folge | 8.681,26 $ | −13,19% | +15,19% |
| 8 in Folge | 8.507,63 $ | −14,92% | +17,54% |
| 9 in Folge | 8.337,48 $ | −16,63% | +19,94% |
| 10 in Folge | 8.170,73 $ | −18,29% | +22,39% |
| 11 in Folge | 8.007,31 $ | −19,93% | +24,89% |
| 12 in Folge | 7.847,17 $ | −21,53% | +27,43% |
| 13 in Folge | 7.690,22 $ | −23,10% | +30,04% |
| 14 in Folge | 7.536,42 $ | −24,64% | +32,69% |
| 15 in Folge | 7.385,69 $ | −26,14% | +35,40% |
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So nutzt du den Drawdown-Rechner
Der Drawdown ist der Rückgang eines Kontos vom letzten Höchststand, der High-Water-Mark. Stand dein Konto bei 50.000 $ und liegt jetzt bei 45.000 $, bist du 10 % im Drawdown – auch wenn du insgesamt noch im Plus sein magst. Der maximale Drawdown ist der tiefste dieser Rückgänge in einem Zeitraum. An ihm wird das Risiko einer Strategie, eines Handelssystems oder eines Fonds gemessen.
- Höchststand des Kontos – am besten auf Basis des Eigenkapitals (Equity), das offene Positionen mitzählt.
- Aktueller Kontostand, der unter dem Höchststand liegen muss.
- Simulator für Verlustserien: Wähle dein Risiko pro Trade und sieh den Kontostand nach 1 bis 15 Verlusten in Folge.
- Wie viele Trades bis zur Erholung? Trag Trefferquote, durchschnittlichen Gewinn und durchschnittlichen Verlust (in % des Kontos) ein und klicke auf „Trades bis zur Erholung schätzen“.
Das Ergebnis zeigt den Drawdown in Prozent und in Dollar, die nötige Erholung, eine Referenztabelle von 5 bis 90 %, die Verlustserie und die geschätzte Zahl an Trades bis zum neuen Hoch.
Die Formel
- Drawdown (%) = (Höchststand − aktueller Stand) ÷ Höchststand × 100
- Nötige Erholung (%) = Drawdown ÷ (100 − Drawdown) × 100
- Kontostand nach n Verlusten = Kontostand × (1 − Risiko ÷ 100)n
- Trades bis zur Erholung ≈ ln(1 ÷ (1 − DD)) ÷ ln(1 + E), mit E = Trefferquote × Ø Gewinn − (1 − Trefferquote) × Ø Verlust
Die Asymmetrie ist der Kern: 10 % Verlust brauchen 11,1 % Gewinn, 20 % brauchen 25 %, 35 % brauchen 53,8 %, die Hälfte braucht 100 %. Je tiefer das Loch, desto mühsamer der Weg hinaus – deshalb greifen Risikomanager ein, solange der Drawdown noch klein ist.
Die Schätzung der Trades beruht auf dem Erwartungswert pro Trade (E). Ist er null oder negativ, sagt der Rechner klar: keine Erholung möglich. Mit so einem System kann das Konto im Schnitt nur fallen, und keine Einsatzsteigerung ändert daran etwas. Kosten und Serien sind nicht enthalten; lies das Ergebnis als Größenordnung.
Erholungsphase: Ein Drawdown ist erst beendet, wenn ein neues Hoch erreicht ist. Neben der Tiefe zählt deshalb auch die Dauer – drei Monate unter Wasser fühlen sich anders an als zwei Jahre.
Praxisbeispiele
Beispiel 1 — 10 % unter dem Hoch
- Höchststand 50.000 $ · aktuell 45.000 $
- Drawdown: 10 % · nötige Erholung: +11,1 %
Mit 45 % Trefferquote, Ø Gewinn 2 % und Ø Verlust 1 % liegt der Erwartungswert bei 0,35 % pro Trade. Für das neue Hoch braucht es rund 31 Trades.
Beispiel 2 — Wenn es tief wird
- Höchststand 10.000 $ · aktuell 6.500 $
- Drawdown: 35 % · nötige Erholung: +53,8 %
Über 50 % Gewinn mit unverändertem Risiko dauern lange. Das Risiko zu erhöhen, um schneller zurückzukommen, ist der klassische Fehler – dieselbe Logik wie beim Martingale, die öfter zum leeren Konto führt als zur Erholung.
Beispiel 3 — Zehn Verluste in Folge
- Konto 20.000 $, 1 % Risiko pro Trade: Nach 10 Verlusten bleiben 18.088 $ (Drawdown 9,6 %)
- 5 % Risiko pro Trade: Es bleiben 11.975 $ (Drawdown 40,1 %)
Zehn Verlierer in Folge sind keine Ausnahme: Bei 40 % Trefferquote kommen sie im Schnitt zwei- bis dreimal pro tausend Trades vor. Mit 1 % Risiko ist das ein schlechter Monat, mit 5 % ein ernstes Problem. Wie viele Lots du für ein festes Risiko handeln darfst, rechnet der Positionsgrößenrechner, welche Trefferquote du brauchst, der CRV-Rechner, und welche Drawdowns in tausenden möglichen Verläufen auftreten, die Monte-Carlo-Simulation.
Häufige Fragen
Der Rückgang des Kapitals vom letzten Höchststand bis zu einem späteren Tief, in Prozent oder Geld. Er endet erst, wenn das Konto ein neues Hoch erreicht; bis dahin befindest du dich im Drawdown.
Du gehst die Kapitalkurve durch und misst für jedes Tief den Rückgang vom vorherigen Hoch; der größte Wert ist der maximale Drawdown. In diesem Rechner trägst du Hoch und Tief der schlimmsten Phase ein und erhältst denselben Wert.
Das hängt von Strategie und Nerven ab. Viele Trader setzen sich 20 % als Obergrenze und senken das Risiko schon ab 10 %. Ab 30 % ist die nötige Erholung von über 43 % für die meisten Systeme kaum erreichbar.
Weil der Gewinn auf einem kleineren Kapital entsteht. Fallen 10.000 $ auf 8.000 $ (−20 %), bringen +20 % nur 9.600 $; für 10.000 $ brauchst du +25 %.
Auf Equity, also inklusive der offenen Gewinne und Verluste. Der reine Kontostand blendet Verluste offener Positionen aus – und genau die Equity überwachen Prop-Firmen bei ihren Drawdown-Grenzen.
Der bisher höchste Stand des Kontos oder Fonds. Ab ihm wird der Drawdown gemessen, und bei vielen Fonds und Managed Accounts wird eine Erfolgsgebühr erst fällig, wenn diese Marke wieder überschritten ist.
Mit weniger Risiko pro Trade, weniger korrelierten Positionen (mehrere Dollar-Paare gleichzeitig sind fast dieselbe Wette) und einer festen Stopp-Regel: zum Beispiel ab 10 % Drawdown die Positionsgröße halbieren und ab 20 % pausieren.
Der absolute Drawdown zeigt, wie weit das Konto unter die erste Einzahlung gefallen ist; der relative ist der größte prozentuale Rückgang von einem Hoch. Für das Risiko zählt der relative, und den berechnet dieser Rechner.
Ja. Auch breit gestreute Aktien-ETFs sind in großen Krisen um 30 bis 50 % gefallen. Wer weiß, wie tief es gehen kann und wie viel Erholung danach nötig ist, wählt eine Aufteilung, die er auch im schlechtesten Moment durchhält, ohne zu verkaufen.
Quellen
- Drawdown (economics) (Wikipedia)
- Ralph Vince, The Mathematics of Money Management (Wiley, 1992)
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