Forex-Margin-Rechner
Berechne, wie viel Margin dein Broker für eine Forex-Position blockiert – aus Kontostand, Hebel, Lots und Kurs –, dazu freie Margin, Margin-Level und das Risiko eines Margin Calls.
Deine gesamte Kontogröße
Der Kurs wird vorausgefüllt; passe ihn an deinen Broker an
Einheit der Positionsgröße
Hebel: 1:100
Wie viele Lots du handeln willst
Live-Kurse werden geladen …
Benötigte Margin
1.086,96 $
Freie Margin
3.913,04 $
Nominalwert
108.696,00 $
Einheiten der Position
100.000
Maximale Lots
4
Margin-Level
460,00%
Sicher
Sicherer Bereich (über 200 %): freie Margin, um eine Gegenbewegung abzufedern
Zuletzt geprüft: · Wie wir unsere Rechner prüfen
So nutzt du den Forex-Margin-Rechner
Mit Hebel handelst du eine Position, die ein Vielfaches deines Kapitals wert ist. Als Sicherheit hält der Broker einen Teil deines Kontos zurück: die Margin. Der Rechner zeigt, wie viel Margin eine Position bindet, wie viel frei bleibt und wie nah du einem Margin Call kommst.
- Kontostand in Dollar (ein Euro-Konto rechnest du zum Tageskurs um).
- Währungspaar: Der Kurs wird vorausgefüllt; passe ihn an deine Plattform an. Bei USD/JPY und Crosses rechnet der Rechner den Wert in Dollar um.
- Lot-Art: Standard (100.000 Einheiten), Mini (10.000) oder Micro (1.000).
- Hebel deines Kontos, 1:10 bis 1:500. Privatkunden bei einem in der EU regulierten Broker bekommen höchstens 1:30 auf Majors und 1:20 auf andere Paare.
- Anzahl Lots und Kurs des Paares.
Im Ergebnis stehen benötigte und freie Margin, Nominalwert, Einheiten und die maximale Zahl an Lots, die dein Konto trägt. Darunter das Margin-Level auf einer Skala: rot unter 100 %, Warnung zwischen 100 und 200 %, darüber sicher.
Die Formel
- Nominalwert = Lots × Einheiten pro Lot × Kurs (in Dollar)
- Benötigte Margin = Nominalwert ÷ Hebel
- Freie Margin = Kontostand − benötigte Margin
- Margin-Level (%) = Kontostand ÷ benötigte Margin × 100
- Effektiver Hebel = Nominalwert ÷ Kontostand
Hebel berechnen: Der Hebel ist der Kehrwert der Margin-Anforderung. 3,33 % Margin entsprechen 1:30, 1 % entspricht 1:100, 0,2 % entsprechen 1:500. Davon zu unterscheiden ist der effektive Hebel, den du tatsächlich einsetzt: Nominalwert geteilt durch Kontostand. Er bestimmt, wie stark eine Kursbewegung auf dein Konto durchschlägt – der maximale Hebel sagt nur, wie groß du höchstens handeln darfst.
Der Rechner setzt das Eigenkapital (Equity) mit dem Kontostand gleich, also ohne offene Gewinne oder Verluste; auf der Plattform sinkt das Margin-Level, wenn die Position ins Minus läuft. Meist kommt bei 100 % der Margin Call, bei etwa 50 % schließt der Broker Positionen zwangsweise (Stop Out) – für Privatkunden in der EU ist diese 50-%-Grenze vorgeschrieben, ebenso der Schutz vor einem negativen Kontostand.
Praxisbeispiele
Beispiel 1 — Ein Lot EUR/USD mit Hebel 1:30
- Kontostand 12.000 $ · 1 Standard-Lot · EUR/USD bei 1.0850
- Nominalwert: 100.000 × 1.0850 = 108.500 $
- Benötigte Margin: 108.500 ÷ 30 = 3.617 $ · frei 8.383 $
- Margin-Level: 332 % · maximal 3 Lots
Effektiver Hebel: 108.500 ÷ 12.000 ≈ 9. Jeder Pip bewegt das Konto um 10 $.
Beispiel 2 — Ein Cross: EUR/GBP
- Kontostand 10.000 $ · 1 Lot EUR/GBP bei 0.8450 · GBP/USD bei 1.27
- Nominalwert: 100.000 × 0.8450 £ × 1.27 = 107.315 $
- Benötigte Margin: 3.577 $ · frei 6.423 $ · Margin-Level 280 %
Bei Crosses zählt der Wert in deiner Kontowährung: Der Positionswert in Pfund wird zum GBP/USD-Kurs umgerechnet.
Beispiel 3 — Höherer Hebel, gleiches Risiko
- Kontostand 2.500 $ · 0,2 Lots EUR/USD · Nominalwert 21.700 $
- Mit 1:30: Margin 723 $, frei 1.777 $, Margin-Level 346 %
- Mit 1:100: Margin 217 $, frei 2.283 $, Margin-Level 1.152 %
Der höhere Hebel bindet weniger Margin, aber der effektive Hebel bleibt in beiden Fällen 21.700 ÷ 2.500 ≈ 8,7, und jeder Pip kostet oder bringt 2 $. Das Risiko hängt an der Positionsgröße, nicht am Hebel des Kontos. Wie groß die Position sein darf, rechnet der Positionsgrößenrechner, den Wert eines Pips der Pip-Rechner und das Ergebnis eines geschlossenen Trades der Forex-Rechner.
Häufige Fragen
Die Sicherheitsleistung, die der Broker für eine gehebelte Position auf deinem Konto blockiert. Sie ist keine Gebühr: Nach dem Schließen wird sie wieder frei, zusammen mit dem Gewinn oder abzüglich des Verlusts.
Nominalwert der Position geteilt durch den Hebel. Ein Standard-Lot EUR/USD bei 1.0850 ist 108.500 $ wert; mit 1:30 brauchst du rund 3.617 $ Margin, mit 1:100 rund 1.085 $.
Der maximale Hebel ist 1 ÷ Margin-Anforderung (2 % ergeben 1:50). Den tatsächlich eingesetzten Hebel berechnest du als Nominalwert aller offenen Positionen geteilt durch dein Kapital: 21.700 $ Position auf 2.500 $ Konto sind rund 8,7-fach.
Für Privatkunden bei Brokern unter EU-Aufsicht (in Deutschland die BaFin): 1:30 auf Major-Paare, 1:20 auf andere Paare, Gold und große Indizes, 1:2 auf Kryptowerte. Professionelle Kunden können höhere Hebel bekommen.
Fällt das Margin-Level unter 100 %, warnt der Broker, dass deine Sicherheit nicht mehr reicht. Sinkt es weiter bis zum Stop Out (in der EU 50 %), werden Positionen automatisch geschlossen, damit das Konto nicht ins Minus rutscht.
Die Plattform lässt die neue Position nicht zu oder verkleinert sie, wenn der Broker das vorsieht. Bei bereits offenen Positionen heißt negative freie Margin, dass das Margin-Level unter 100 % liegt und du im Margin-Call-Bereich bist.
Der gebundene Wert ist derselbe, er wird nur in deiner Kontowährung ausgewiesen. Bei einem Euro-Konto teilst du den Dollarbetrag durch den EUR/USD-Kurs des Tages, um die Margin in Euro zu erhalten.
Die ESMA hat 2018 Hebelgrenzen für CFDs von Privatkunden eingeführt, nachdem sich gezeigt hatte, dass die meisten von ihnen Geld verlieren. Mit denselben Regeln kamen die Zwangsschließung bei 50 % Margin und der Schutz vor negativem Kontostand. In Deutschland setzt die BaFin diese Vorgaben um.
Nein. Die Margin ist nur die Sicherheit, die der Broker blockiert. Verlieren kannst du – bis zum Stop Out – deutlich mehr als die Margin einer einzelnen Position, nämlich dein gesamtes freies Kapital. Dein Risiko steuerst du über Stop-Loss und Positionsgröße, nicht über die Margin.
Quellen
- Margin (finance) (Wikipedia)
- ESMA agrees to prohibit binary options and restrict CFDs to protect retail investors (European Securities and Markets Authority (ESMA), 2018)
- Kathy Lien, Day Trading and Swing Trading the Currency Market (3rd ed.) (Wiley, 2015)
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