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Martingale-Rechner

Berechne, wie viel Kapital eine Martingale-Strategie im Trading verlangt: Kurs und Größe jedes Nachkaufs, Durchschnittskurs, Stop-Loss, Take-Profit und maximaler Drawdown. Der Rechner markiert die erste Stufe, die dein Konto nicht mehr finanzieren kann.

Betrag des ersten Einstiegs

Kurs des ersten Einstiegs

% Rückgang, der den nächsten Nachkauf auslöst

Wie stark die Position je Stufe wächst

Gesamtzahl der Einstiege

Vom finalen Durchschnittskurs

Vom finalen Durchschnittskurs

Kapital für die ganze Leiter – die erste Stufe, die es nicht mehr deckt, wird markiert

Benötigtes Gesamtkapital

1.500 €

Vorsicht: Das nötige Kapital (1.500 €) ist das 15,0-Fache deiner ersten Position. Stelle sicher, dass du alle Stufen finanzieren kannst, bevor sich der Kurs erholt.

Maximaler Drawdown

−225 €

CRV

0,67

Ausstiegskurse (vom Durchschnittskurs)

Finaler Durchschnittskurs

35.569,88 €

Take-Profit-Kurs

39.126,87 €

Stop-Loss-Kurs

30.234,40 €

Benötigtes Kapital je Stufe
Aufschlüsselung je Stufe
StufeEinstiegskursGrößeBenötigtes KapitalExposure (Wert)DurchschnittskursG&V auf der Stufe
140.000,00 €100 €100 €100 €40.000,00 €+0,00 €
238.000,00 €200 €300 €295 €38.644,07 €−5,00 €
336.100,00 €400 €700 €680 €37.148,11 €−19,75 €
434.295,00 €800 €1.500 €1.446 €35.569,88 €−53,76 €

* Benötigtes Kapital ist das Geld, das du brauchst, um bis zu dieser Stufe alle Einstiege gemacht zu haben (ohne Hebel); Exposure ist der Wert der ganzen Position zum Kurs dieser Stufe. G&V auf der Stufe ist der unrealisierte Verlust der ganzen Position, wenn der Kurs diese Stufe erreicht. Stop-Loss und Take-Profit werden vom finalen Durchschnittskurs berechnet.

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So nutzt du den Martingale-Rechner

Im Trading heißt Martingale: Läuft der Kurs gegen dich, kaufst du mit einer größeren Position nach. Der Durchschnittskurs sinkt, und schon eine kleinere Gegenbewegung bringt die ganze Position ins Plus. Es ist dieselbe Idee wie das Verdoppeln beim Roulette – nur auf einem Chart. Der Rechner zeigt, was das wirklich kostet, bevor du anfängst.

  1. Erste Positionsgröße in Euro und Einstiegskurs eintragen.
  2. Kursrückgang je Stufe (wie weit der Kurs bis zum nächsten Nachkauf fallen muss), Multiplikator (2× verdoppelt jeden Nachkauf) und maximale Stufen wählen.
  3. Stop-Loss und Take-Profit in Prozent vom finalen Durchschnittskurs festlegen.
  4. Optional: den Kontostand. Der Rechner markiert die erste Stufe, die du nicht mehr bezahlen kannst.

Im Ergebnis stehen das Gesamtkapital, der maximale Drawdown beim Stop, das CRV, ein Diagramm des kumulierten Kapitals und eine Tabelle je Stufe mit Kurs, Größe, benötigtem Kapital, Exposure, Durchschnittskurs und unrealisiertem Verlust.

Die Formel

  • Kurs der Stufe n = Einstiegskurs × (1 − Rückgang %)n−1
  • Größe der Stufe n = Erste Position × Multiplikatorn−1
  • Gesamtkapital = Σ Größen = Erste Position × (mⁿ − 1) ÷ (m − 1)
  • Durchschnittskurs = Investiertes Kapital ÷ gekaufte Einheiten
  • Stop-Loss = Durchschnittskurs × (1 − SL %); Take-Profit = Durchschnittskurs × (1 + TP %)
  • Maximaler Drawdown = Gesamtkapital × SL %

Mit Multiplikator 2× verdoppelt sich das Kapital je Stufe: 4 Stufen brauchen das 15-Fache der ersten Position, 6 Stufen das 63-Fache, 8 Stufen das 255-Fache. An diesem exponentiellen Wachstum scheitert Martingale: Die Verlustserie, die das Konto leert, ist selten – aber sie kommt.

Martingale schafft keinen Vorteil. Der Erwartungswert jedes Trades bleibt der deiner Strategie; Martingale verändert nur die Verteilung: viele kleine Gewinne und ein seltener, sehr großer Verlust. Hat dein System einen negativen Erwartungswert, verlierst du mit Martingale nur schneller.

Praxisbeispiele

Beispiel 1 — Ein DAX-Grid, das das Konto nicht durchhält

Mit 10.000 € auf dem Konto kaufst du für 500 € einen DAX-CFD bei 18.000 Punkten und verdoppelst bei jedem Rückgang um 2 %, bis zu 5 Stufen; Stop 5 %, Ziel 2 % vom Durchschnittskurs.

  • Einstiege: 18.000 · 17.640 · 17.287 · 16.941 · 16.603
  • Größen: 500 · 1.000 · 2.000 · 4.000 · 8.000 €
  • Gesamtkapital: 15.500 € · erste nicht gedeckte Stufe: 5 · Durchschnittskurs: 16.882
  • Gewinn am Ziel: 310 € · Verlust am Stop: 775 € · nötige Erholung vom letzten Einstieg: 3,7 %

Ein Rückgang des DAX um knapp 8 % – eine gewöhnliche Korrektur – führt zur fünften Stufe: Dafür wären 15.500 € nötig, das Konto hat 10.000 €. Mit dem Hebel des CFD ist die Margin kleiner, der Verlust in Euro aber derselbe; und ist die Margin aufgebraucht, schließt der Broker die Position am schlechtesten Punkt.

Beispiel 2 — Ether mit Multiplikator 1,5

  • 300 € ETH bei 3.000 · Nachkauf alle 5 % · 4 Stufen · Ziel 8 %, Stop 15 %
  • Einstiege: 3.000 · 2.850 · 2.708 · 2.572
  • Gesamtkapital: 2.438 € · Durchschnittskurs: 2.706
  • Take-Profit bei 2.922 (+195 €) · Stop-Loss bei 2.300 (−366 €) · CRV 0,53

Ein kleinerer Multiplikator dämpft das Kapitalwachstum, aber das Grundproblem bleibt: Du riskierst fast das Doppelte dessen, was du gewinnen kannst, und brauchst nach dem letzten Kauf noch 13,6 % Anstieg bis zum Ziel.

Und beim Roulette?

Wer bei Rot verdoppelt, gewinnt meistens einen Einsatz – bis eine Serie von Schwarz kommt. Zehn Verluste in Folge machen aus 10 € einen nötigen Einsatz von 10.240 €, und das Tischlimit beendet die Progression meist früher. Die Null sorgt beim europäischen Roulette für einen Hausvorteil von 2,7 % auf jeden Einsatz; keine Progression ändert daran etwas.

Alternativen mit begrenztem Risiko

Wer die Position nur vergrößern will, wenn es gut läuft, rechnet mit dem Anti-Martingale-Rechner: Er stockt nach Gewinnen auf und fällt nach einem Verlust auf die Basis zurück. Jede Position auf ein festes Risiko zu begrenzen erledigt der Positionsgrößenrechner, und wie breit die Ergebnisse einer Strategie streuen, zeigt die Monte-Carlo-Simulation.

Häufige Fragen

Eine Methode der Positionsgrößenbestimmung, die nach jeder Gegenbewegung eine größere Position nachkauft, meist mit doppelter Größe, um den Durchschnittskurs zu senken und schon mit einer kleinen Erholung im Plus zu schließen. Sie braucht exponentiell wachsendes Kapital.

Sie gewinnt oft wenig und verliert selten viel. Den Erwartungswert der Strategie ändert sie nicht: Läuft der Markt über die letzte Stufe hinaus weiter, frisst ein Verlust viele frühere Gewinne auf.

Mit Multiplikator 2× erste Position × (2ⁿ − 1), wobei n die Zahl der Stufen ist. Mit 100 € und 6 Stufen sind das 6.300 €, mit 8 Stufen 25.500 €.

Beim klassischen Verbilligen kaufst du feste Beträge nach, bei Martingale wachsende. Martingale senkt den Durchschnittskurs schneller, aber Kapitalbedarf und Verlust am Stop steigen viel stärker.

Die Margin ist kleiner, Exposure und Verlust in Euro sind gleich. Der Hebel macht es sogar wahrscheinlicher, dass der Broker die Position im schlechtesten Moment zwangsweise schließt.

Krypto-Börsen bieten Martingale-Bots an, die automatisch nachkaufen. Das Risiko bleibt dasselbe: Der Bot führt die Progression nur konsequenter aus, auch in einen langen Abwärtstrend hinein.

Weil eine Martingale die Verluste nicht verhindert, sondern bündelt: Der Account sieht monatelang gut aus und verliert dann in einer Bewegung mehr, als das tägliche oder gesamte Verlustlimit erlaubt. Viele Prop-Firmen schließen Grid- und Martingale-Strategien deshalb in den Regeln aus.

Vor dem ersten Kauf, auf dem finalen Durchschnittskurs der letzten Stufe, die du noch bezahlen kannst. Ohne festen Stop ist der mögliche Verlust das ganze eingesetzte Kapital; der Rechner zeigt, wie viel das am Stop in Euro ist.

Quellen

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Kostenlos für Blogs, Foren und Tipp-Seiten. Füge dieses HTML dort ein, wo der Rechner erscheinen soll – die Größe passt sich automatisch an.

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