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Forex-Korrelationsrechner

Schlag die Korrelation der wichtigsten Währungspaare nach oder berechne den Pearson-Koeffizienten aus deinen eigenen Kursreihen – und sieh, welche Paare gleich laufen, welche gegeneinander und wann zwei Trades in Wahrheit einer sind.

Wähle das erste Paar

Paare mit Referenzdaten für EUR/USD

Korrelationskoeffizient

r = 0,89

stark positiv

−1,0 (gegenläufig)

0

+1,0 (identisch)

Koeffizient (r)

0,8900

Stärke

stark positiv

Verglichene Paare

EUR/USD / GBP/USD

Einordnung

r = 0,89: starke positive Korrelation. Die beiden Paare bewegen sich meist in dieselbe Richtung; beide gleichgerichtet zu handeln verdoppelt dein tatsächliches Risiko.

Hinweis zum Portfoliorisiko

Hohe Überschneidung

Diese Paare sind zu 89 % korreliert. Beide in dieselbe Richtung zu handeln verdoppelt praktisch die Positionsgröße. Verkleinere die Lots oder wähle nur eines.

Hinweis: Die festen Korrelationen sind ungefähre Jahresdurchschnitte. Die tatsächliche Korrelation schwankt; rechne vor dem Trade mit aktuellen Daten neu.

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So nutzt du den Forex-Korrelationsrechner

Ein Long in EUR/USD und ein zweiter in GBP/USD wirken wie Streuung, doch beide Paare bewegen sich fast immer gemeinsam, weil der US-Dollar auf beiden Seiten dieselbe Rolle spielt. Die Korrelation misst diese Ähnlichkeit mit einer Zahl zwischen −1 und +1. Sie zeigt dir, wann zwei Trades in Wirklichkeit ein einziger mit doppeltem Risiko sind.

  1. Paare nachschlagen: Wähle das erste Paar und dann das zweite aus den Paaren mit Referenzwert. Der Rechner zeigt den Koeffizienten, die Stärke und was das für deine Positionen bedeutet.
  2. Eigene Berechnung: Füge zwei Reihen von Schlusskursen (oder Renditen) aus demselben Zeitraum ein, durch Komma oder Leerzeichen getrennt und gleich lang. Der Rechner bestimmt den Pearson-Koeffizienten.

Das Ergebnis zeigt den Koeffizienten r, einen Balken von −1 bis +1, die Stärke (schwach, mäßig oder stark) und eine Einordnung. Ab ±0,7 erscheint ein Hinweis: überlappendes Risiko bei positiver, natürliche Absicherung bei negativer Korrelation.

Die Formel

  • Pearson-Koeffizient: r = Σ (x − x̄)(y − ȳ) ÷ √(Σ (x − x̄)² × Σ (y − ȳ)²)
  • Stärke: |r| ≥ 0,7 stark · 0,3 bis 0,7 mäßig · unter 0,3 schwach

r = +1 heißt: Die Paare bewegen sich immer in dieselbe Richtung; −1: immer entgegengesetzt; 0: kein linearer Zusammenhang. Für das Portfoliorisiko rechnest du besser mit Renditen (der prozentualen Veränderung pro Tag) als mit Kursen. Zwei Kursreihen mit Trend wirken sonst korreliert, nur weil beide im Zeitraum steigen oder fallen.

Die Referenzwerte sind ungefähre Jahresdurchschnitte. Korrelationen ändern sich mit Zinsen, Risikostimmung und Nachrichten, und eine Korrelation sagt nichts über Ursache und Wirkung. Vor einer Entscheidung lohnt sich die eigene Berechnung mit Daten der letzten Wochen.

Praxisbeispiele

Beispiel 1 — EUR/USD und GBP/USD: zweimal dieselbe Wette

  • Koeffizient: +0,89, starke positive Korrelation

Riskierst du in beiden je 1 % in dieselbe Richtung, liegt dein Risiko gegen den Dollar praktisch bei fast 2 %. Um insgesamt bei 1 % zu bleiben, handelst du in jedem Paar die halbe Positionsgröße; die Lots dafür rechnet der Positionsgrößenrechner.

Beispiel 2 — EUR/USD und USD/CHF: fast ein Spiegelbild

  • Koeffizient: −0,92, starke negative Korrelation

Bei EUR/USD steht der Dollar hinten, bei USD/CHF vorn – deshalb laufen die Paare gegenläufig. Ein Long in beiden hebt sich nahezu auf; ein Long in EUR/USD und ein Short in USD/CHF sind dagegen wieder dieselbe Wette gegen den Dollar.

Beispiel 3 — Yen und Franken, Euro und Pfund

  • USD/JPY und USD/CHF: +0,70, an der Grenze zu stark
  • EUR/USD und EUR/GBP: +0,40, mäßig positiv

Yen und Franken gelten beide als sichere Häfen und reagieren auf Krisen ähnlich. EUR/GBP dagegen folgt vor allem dem Verhältnis von EZB und Bank of England und hat mit dem Dollar nur am Rand zu tun. Bei Werten zwischen ±0,4 und ±0,7 gibt es echte, aber begrenzte Streuung.

So nutzt du Korrelation im Risikomanagement

  • Risiko korrelierter Paare addieren, als wäre es eine Position, bevor du die nächste eröffnest.
  • Absicherung ist keine Strategie: Zwei Positionen mit r = −0,9, die sich aufheben, kosten nur Spread und Swap.
  • Korrelation vor wichtigen Terminen neu prüfen: Gerade dann verschiebt sie sich am stärksten.

Wie stark ein Konto in einer schlechten Phase mit mehreren gleichgerichteten Positionen fallen kann, zeigt der Drawdown-Rechner, wie viel Margin die Positionen zusammen binden, der Margin-Rechner.

Häufige Fragen

Ein Maß dafür, wie ähnlich sich zwei Währungspaare bewegen, von −1 bis +1. Positiv: Sie steigen und fallen gemeinsam. Negativ: Sie laufen entgegengesetzt. Nahe null: Sie bewegen sich unabhängig voneinander.

Paare mit derselben Währung an derselben Stelle, etwa EUR/USD und GBP/USD (rund +0,89) oder AUD/USD und NZD/USD (rund +0,92). Beide in dieselbe Richtung zu handeln verdoppelt fast das Risiko.

Paare mit dem Dollar an entgegengesetzter Stelle, etwa EUR/USD und USD/CHF (rund −0,92) oder GBP/USD und USD/CHF (rund −0,87). Ein Long in beiden hebt sich fast auf.

Ständig. Die Referenzwerte sind Jahresdurchschnitte; in Wochen mit Zinsentscheidungen oder großen Nachrichten kann sich die Korrelation deutlich verschieben. Rechne mit aktuellen Daten in der eigenen Berechnung nach.

Mit Renditen, also der prozentualen Veränderung je Periode, wenn es um das Risiko geht. Kursreihen mit Trend wirken sonst korreliert, nur weil beide im gewählten Zeitraum in dieselbe Richtung laufen.

Ja, vor allem gegen versteckte Doppelungen: Wer schon EUR/USD long ist, sollte für einen zweiten Trade ein Paar mit geringer Korrelation wählen oder die Größe beider Positionen zusammen planen.

Rechnerisch reichen zwei Werte pro Reihe, aber unter 20 bis 30 Werten springt der Koeffizient mit jedem neuen Datenpunkt. Für eine brauchbare Aussage nimm mindestens einen Monat Tagesschlusskurse, für längerfristige Positionen drei Monate oder ein Jahr.

Bedingt. Eine Absicherung über ein korreliertes Paar ist nie perfekt: Bricht die Korrelation, verlierst du auf beiden Seiten. Dazu kosten beide Positionen Spread und Swap – oft ist es günstiger, die ursprüngliche Position zu verkleinern.

Ja, die eigene Berechnung nimmt beliebige Reihen: AUD/USD und Gold, USD/CAD und Öl, EUR/USD und den DAX. Wichtig ist nur, dass beide Reihen denselben Zeitraum und gleich viele Werte haben.

Quellen

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