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CRV-Rechner (Chance-Risiko-Verhältnis)

Gib Einstieg, Stop-Loss und Kursziel ein und sieh sofort das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) deines Trades, die Trefferquote, die du mindestens brauchst, und auf Wunsch Risiko und Gewinn in Dollar – auch mit Teilverkäufen an mehreren Zielen.

Bestimmt die Pip-Größe der Abstände: 0.01 bei Yen-Paaren, 0.0001 bei allen anderen

Optional: Beträge in Dollar

CRV (Chance-Risiko-Verhältnis)

1 : 3,00

Richtung

▲ Long

Break-even-Trefferquote

25,00%

Risiko (Pips)

50,0 Pips

Chance (Pips)

150,0 Pips

Zuletzt geprüft: · Wie wir unsere Rechner prüfen


So nutzt du den CRV-Rechner

Das Chance-Risiko-Verhältnis setzt den möglichen Gewinn eines Trades ins Verhältnis zum möglichen Verlust. Ein CRV von 3 heißt: Du riskierst einen Euro, um drei zu gewinnen. Wer das CRV vor dem Einstieg berechnet, legt Stop-Loss und Kursziel fest, bevor Emotionen im Spiel sind – und weiß, welche Trefferquote die Strategie braucht.

  1. Währungspaar: bestimmt nur die Pip-Größe, mit der die Abstände gemessen werden – 0.0001 bei den meisten Paaren, 0.01 bei Yen-Paaren.
  2. Einstiegskurs, Stop-Loss und Take-Profit: so eintragen, wie sie im MetaTrader stehen, mit Dezimalpunkt (1.0850). Die Richtung erkennt der Rechner selbst: Liegt das Kursziel über dem Einstieg, ist es ein Long, und der Stop gehört darunter; liegt es darunter, ein Short mit dem Stop darüber.
  3. Mehrere Kursziele (optional): Wenn du die Position in Teilen schließt, wähle „Mehrere Kursziele“, dann 2 oder 3 Ziele und den Anteil, den du jeweils verkaufst. Die Anteile sollten 100 % ergeben, sonst weist der Rechner darauf hin.
  4. Kontogröße und Risiko pro Trade (optional): Damit zeigt das Ergebnis zusätzlich Risiko und möglichen Gewinn in Dollar.

Im Ergebnis stehen das CRV, die Richtung, die Break-even-Trefferquote und die Abstände in Pips. Mit mehreren Zielen kommen das gewichtete CRV, eine Tabelle je Stufe und der Kurs hinzu, auf den du den Stop nach dem ersten Ziel nachziehen kannst.

Die Formel

  • Risiko = |Einstieg − Stop-Loss|
  • Chance = |Kursziel − Einstieg|
  • CRV = Chance ÷ Risiko
  • Mindest-Trefferquote = 1 ÷ (1 + CRV) × 100 = Risiko ÷ (Risiko + Chance) × 100

Schreibweise: Im deutschen Trading-Jargon steht die Chance meist vorn („CRV 3:1“ oder einfach „CRV 3“). Der Rechner schreibt wie die meisten internationalen Plattformen das Risiko zuerst: 1 : 3. Beides meint dasselbe – du riskierst 1, um 3 zu gewinnen.

Die Mindest-Trefferquote ist der eigentliche Wert des CRV. Bei CRV 1 brauchst du mehr als 50 % Gewinner, bei CRV 2 mehr als 33,3 %, bei CRV 3 mehr als 25 %. Darunter verliert die Strategie auf Dauer Geld, darüber verdient sie – vor Spread und Gebühren. Ein hohes CRV ist deshalb kein Selbstzweck: Weit entfernte Ziele werden seltener erreicht, und die Trefferquote sinkt.

Mehrere Ziele: Das gewichtete CRV summiert die Chance jeder Stufe mal ihrem Anteil an der Position: Σ (Chance der Stufe × Anteil) ÷ Risiko. In Dollar: Risiko $ = Kontogröße × Risiko % ÷ 100, möglicher Gewinn = Risiko $ × CRV. Damit diese Beträge stimmen, muss die Positionsgröße zum Stop-Abstand passen – das rechnet der Positionsgrößenrechner aus.

Wo Einstieg, Stop und Ziel hingehören? Zwei gängige Ausgangspunkte sind die Levels des Fibonacci-Retracement-Rechners (Retracements für den Einstieg, Extensions für das Ziel) und die Volatilität aus dem ATR-Rechner, damit der Stop nicht im normalen Marktrauschen liegt.

Praxisbeispiele

Beispiel 1 — EUR/USD-Long mit CRV 3

  • Einstieg 1.0850 · Stop-Loss 1.0815 · Kursziel 1.0955 · Konto 10.000 $, Risiko 1 %
  • Risiko: 35 Pips · Chance: 105 Pips
  • CRV: 1:3 (also „3:1“) · Mindest-Trefferquote: 25 %
  • Risiko: 100 $ · möglicher Gewinn: 300 $

Schon jeder vierte Treffer reicht für die Gewinnschwelle. Liegt deine tatsächliche Trefferquote mit diesem Setup bei 35 %, hat das System einen echten Puffer.

Beispiel 2 — EUR/CHF-Short mit kleinem Risiko

  • Einstieg 0.9400 · Stop-Loss 0.9425 · Kursziel 0.9350 · Konto 8.000 $, Risiko 0,5 %
  • Risiko: 25 Pips · Chance: 50 Pips · CRV 1:2
  • Mindest-Trefferquote: 33,3 % · Risiko 40 $ · möglicher Gewinn 80 $

Der Rechner erkennt den Short am Kursziel unter dem Einstieg. Mit 0,5 % pro Trade kosten zehn Verlierer in Folge weniger als 5 % des Kontos – genug Luft, um eine Serie auszusitzen.

Beispiel 3 — Teilverkauf an zwei Zielen

Derselbe EUR/USD-Long (Einstieg 1.0850, Stop 1.0815): Die Hälfte schließt du bei 1.0885, den Rest beim ursprünglichen Ziel 1.0955.

  • Gewinn je Stufe: 50 $ + 150 $ = 200 $
  • Gewichtetes CRV: 1:2 · Mindest-Trefferquote: 33,3 %

Der Teilverkauf drückt das CRV von 3 auf 2, dafür schließt du mehr Trades zumindest teilweise im Plus. Ziehst du den Stop nach dem ersten Ziel auf den Einstieg nach, kann der Rest nichts mehr verlieren. Wo der Stop sinnvoll sitzt, zeigt der Stop-Loss-Rechner; ob deine echte Trefferquote über der Mindestquote liegt, prüfst du mit dem Trefferquote-Rechner. Wie tief eine Verlustserie das Konto drücken kann, rechnet der Drawdown-Rechner vor.

Häufige Fragen

CRV steht für Chance-Risiko-Verhältnis: der mögliche Gewinn bis zum Kursziel geteilt durch den möglichen Verlust bis zum Stop-Loss. Ein CRV von 2 heißt, du riskierst 1 für eine Chance von 2. Im Englischen heißt es Risk-Reward-Ratio.

Viele Trader setzen ein CRV von mindestens 2 an; realistisch sind meist Werte zwischen 1,5 und 3. Entscheidend ist aber die Kombination mit der Trefferquote: CRV 1 mit 60 % Treffern verdient Geld, CRV 4 mit 15 % verliert.

1 ÷ (1 + CRV). Bei CRV 2 ist das 1 ÷ 3 = 33,3 %. Liegt deine Trefferquote darüber, ist die Strategie vor Kosten profitabel, darunter nicht.

Weil er das Risiko zuerst nennt, wie die meisten englischsprachigen Plattformen. 1 : 3 und „CRV 3:1“ beschreiben denselben Trade: Du riskierst 1 und kannst 3 gewinnen.

Nein. Das CRV hängt nur von den Abständen zwischen Einstieg, Stop und Ziel ab. Mehr Lots vergrößern Verlust und Gewinn im gleichen Maß – sie bestimmen, wie viel Geld du riskierst, nicht das Verhältnis.

Ja, CRV und Mindest-Trefferquote rechnen sich mit jedem Kurs gleich. Die Pip-Abstände sind nur im Devisenhandel sinnvoll; bei Aktien oder Indizes zählen CRV und Beträge.

Trefferquote × durchschnittlicher Gewinn − Verlustquote × durchschnittlicher Verlust. Mit CRV 2 und 40 % Treffern ergibt das pro riskiertem Euro 0,4 × 2 − 0,6 × 1 = 0,20 €. Ist der Erwartungswert negativ, hilft auch das beste Money-Management nicht.

Ein festes Mindest-CRV ist eine brauchbare Faustregel, ersetzt aber keine Statistik. Wenn dein Setup bei CRV 1,5 in 55 % der Fälle aufgeht, ist es profitabel. Wichtig ist, Stop und Ziel nicht nachträglich zu verschieben, um das CRV schönzurechnen.

Quellen

Diesen Rechner auf deiner Website einbinden

Kostenlos für Blogs, Foren und Tipp-Seiten. Füge dieses HTML dort ein, wo der Rechner erscheinen soll – die Größe passt sich automatisch an.

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