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Liquidationspreis-Rechner

Berechne, bei welchem Kurs die Börse deine gehebelte Long- oder Short-Position in Krypto-Futures oder Perpetuals zwangsweise schließt. Gib Einstiegspreis, Richtung, Positionsgröße und Hebel ein und sieh Liquidationspreis, Abstand und benötigte Margin.

Hebel: 10×

Liquidationspreis

45.000,00 €

Abstand zur Liquidation

10,00%

Benötigte Margin

100,00 €

Hebel-Leitfaden
Größte Kursbewegung, die du aushältstEmpfohlener maximaler Hebel
5 % Kursbewegung20x
10 % Kursbewegung10x
15 % Kursbewegung6x
20 % Kursbewegung5x
25 % Kursbewegung4x
30 % Kursbewegung3x
50 % Kursbewegung2x

* Vereinfachte Berechnung: ohne Gebühren, Funding und Teilliquidation; die Börse liquidiert wegen der Maintenance Margin etwas früher. Nur zur Abschätzung.

Zuletzt geprüft: · Wie wir unsere Rechner prüfen


So nutzt du den Liquidationspreis-Rechner

Beim Trading mit Hebel hinterlegst du nur einen Teil des Positionswerts als Sicherheit, die Margin. Läuft der Kurs so weit gegen dich, dass die Margin aufgebraucht ist, schließt die Börse die Position automatisch – die Liquidation. Der Kurs, bei dem das passiert, ist der Liquidationspreis. Wer ihn vor dem Einstieg kennt, setzt seinen Stop-Loss bewusst davor, statt sich vom Markt ausstoppen zu lassen.

  1. Einstiegspreis: der Kurs, zu dem du die Position eröffnest. Bei linearen Perpetuals steht er meist in USDT; das Ergebnis in Prozent hängt nicht von der Währung ab, du kannst also einfach die Zahl aus deiner Börse eintragen.
  2. Richtung: Long, wenn du auf steigende Kurse setzt, Short bei fallenden.
  3. Positionsgröße: der Nominalwert des Trades, nicht deine Margin. Eine Position von 10.000 € mit 10-fachem Hebel bindet 1.000 € Margin.
  4. Hebel: per Schieberegler von 1× bis 125×. Ab 20× erscheint ein Warnhinweis, weil der Abstand zur Liquidation dann sehr klein wird.

Das Ergebnis zeigt den Liquidationspreis, den Abstand vom Einstieg in Prozent und die benötigte Margin. Die Tabelle darunter beantwortet die umgekehrte Frage: Welchen Hebel kannst du dir höchstens leisten, wenn der Kurs um 5, 10 oder 20 % gegen dich laufen darf?

Die Formel

  • Liquidationspreis Long = Einstiegspreis × (1 − 1 ÷ Hebel)
  • Liquidationspreis Short = Einstiegspreis × (1 + 1 ÷ Hebel)
  • Abstand (%) = |Liquidationspreis − Einstiegspreis| ÷ Einstiegspreis × 100
  • Benötigte Margin = Positionsgröße ÷ Hebel

Der Abstand ist also einfach der Kehrwert des Hebels: 3× vertragen eine Gegenbewegung von gut 33 %, 10× von 10 %, 50× nur noch von 2 %. Die Positionsgröße ändert daran nichts – sie bestimmt nur, wie viel Margin du bindest und damit verlieren kannst.

Maintenance Margin. Börsen liquidieren nicht erst, wenn die Margin komplett verbraucht ist, sondern sobald sie unter die Erhaltungsmarge (Maintenance Margin) fällt – meist 0,4 % bis 1 % des Positionswerts, abhängig von der Größe – und behalten eine Liquidationsgebühr ein. Die echte Liquidation kommt deshalb etwas früher. Kennst du die Maintenance-Margin-Rate (MMR) deiner Börse, gilt für einen Long näherungsweise: Einstieg × (1 − 1 ÷ Hebel + MMR).

Isolated oder Cross Margin. Die Formel gilt für isolierte Margin: Du riskierst nur die Margin dieser einen Position. Bei Cross Margin haftet das ganze Kontoguthaben; der Liquidationspreis rückt weiter weg, dafür kann ein einziger schlechter Trade das Konto leeren.

Hinweis für Deutschland: Gewinne und Verluste aus Krypto-Derivaten wie Futures und Perpetuals werden steuerlich anders behandelt als der Verkauf von Coins aus dem Privatvermögen; die einjährige Haltefrist gilt hier nicht. Kläre die Details mit einer Steuerberatung.

Praxisbeispiele

Beispiel 1 — Bitcoin-Long mit 10-fachem Hebel

  • Einstieg: 60.000 € · Hebel: 10× · Position: 10.000 €
  • Liquidationspreis: 54.000 €
  • Abstand: 10 %
  • Benötigte Margin: 1.000 €

Fällt Bitcoin um 10 %, ist die Margin weg. An unruhigen Tagen schwankt der Kurs um 3 bis 5 % – 10× ist damit alles andere als ein vorsichtiger Hebel.

Beispiel 2 — Ether-Short mit 15-fachem Hebel

  • Einstieg: 3.200 € · Hebel: 15× · Short · Position: 3.000 €
  • Liquidationspreis: 3.413 €
  • Abstand: 6,67 %
  • Benötigte Margin: 200 €

Ein Anstieg um 6,67 % reicht. Ein kurzer Docht nach oben kann dich liquidieren, auch wenn der Kurs danach wie erwartet fällt.

Beispiel 3 — Wenig Hebel, viel Puffer

  • Einstieg: 60.000 € · Hebel: 3× · Long · Position: 3.000 €
  • Liquidationspreis: 40.000 €, 33,33 % unter dem Einstieg
  • Benötigte Margin: 1.000 €

Mit 3× übersteht die Position auch einen deutlichen Rücksetzer. Den Betrag, den du pro Trade riskierst, legst du am besten vorher fest – im Devisenhandel hilft dabei der Positionsgrößenrechner. Bei Perpetuals kommen die Funding-Zahlungen hinzu, die alle acht Stunden Margin abziehen oder gutschreiben; ihre Höhe zeigt der Funding-Rate-Rechner. Gewinn oder Verlust eines ungehebelten Kaufs rechnest du mit dem Krypto-Gewinn-Rechner aus.

Häufige Fragen

Der Kurs, bei dem die Börse deine gehebelte Position automatisch schließt, weil die Verluste die Margin aufgezehrt haben. Bei einem Long liegt er unter dem Einstieg, bei einem Short darüber. Wird er erreicht, ist die Margin dieser Position verloren.

Vereinfacht: Einstiegspreis × (1 − 1 ÷ Hebel). Ein Bitcoin-Long zu 60.000 € mit 10× wird bei rund 54.000 € liquidiert. Börsen liquidieren wegen der Maintenance Margin und der Liquidationsgebühr etwas früher.

Viele erfahrene Trader bleiben bei 2× bis 5×: Mit 5× braucht es eine Gegenbewegung von 20 % bis zur Liquidation. Ab 20× kann schon eine normale Tagesschwankung die Position schließen.

Bei isolierter Margin bleibt er gleich, solange du keine Margin nachschießt (das schiebt ihn weiter weg) und das Funding sie nicht aufzehrt. Bei Cross Margin bewegt er sich mit dem Kontostand und den Ergebnissen deiner anderen Positionen.

Weil Börsen schon bei Erreichen der Maintenance Margin liquidieren und eine Liquidationsgebühr einbehalten. Außerdem richtet sich die Liquidation meist nach dem Mark Price, einem geglätteten Index aus mehreren Börsen, nicht nach dem letzten Handelskurs. Plane deshalb immer einen Puffer zum hier berechneten Wert ein.

Bei Perpetuals zahlen Longs und Shorts einander regelmäßig Funding. Bist du auf der zahlenden Seite – bei positiver Rate die Longs, bei negativer die Shorts –, wird der Betrag von deiner Margin abgezogen und der Liquidationspreis rückt mit jeder Zahlung ein Stück näher – bei langen Haltedauern und hohem Hebel ein spürbarer Effekt.

Weniger Hebel, ein Stop-Loss deutlich vor dem Liquidationspreis, isolierte Margin und freies Guthaben als Puffer. Lege vor dem Einstieg fest, wie viel du verlieren darfst, und richte die Positionsgröße danach aus.

Quellen

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