Futures-Rechner
Berechne Gewinn und Verlust eines Futures-Trades: Richtung, Ein- und Ausstiegskurs, Kontrakte, Kontraktgröße (bei Index-Futures der Punktwert), Hebel und Gebühren. Mit Nettoergebnis, Rendite auf die Margin, Break-even-Kurs und geschätztem Liquidationskurs.
Wähle einen gängigen Kontrakt, um die Kontraktgröße zu übernehmen, oder „Eigener Kontrakt“
Anzahl der Kontrakte
Einheiten pro Kontrakt, bei Index-Futures € pro Punkt (FDAX 25)
Taker-Gebühr beim Öffnen (z. B. 0,05)
Taker-Gebühr beim Schließen (z. B. 0,05)
Nettoergebnis
+4.932,50 €
Rendite auf die Margin
+75,88%
Initial Margin
6.500,00 €
Positionswert
65.000,00 €
Bruttoergebnis
+5.000,00 €
Gebühr beim Öffnen
−32,50 €
Gebühr beim Schließen
−35,00 €
Gebühren gesamt
−67,50 €
Bruttoergebnis in % der Margin
+76,92%
Nettoergebnis in % der Margin
+75,88%
Geschätzter Liquidationskurs
58.532,50 €
Break-even-Kurs
65.065,00 €
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So nutzt du den Futures-Rechner
Ein Future ist ein Terminkontrakt: Kauf oder Verkauf zu einem heute festgelegten Preis mit Erfüllung an einem späteren Termin. Gehandelt wird fast immer vorher – Gewinn oder Verlust ergeben sich aus der Kursdifferenz mal Punktwert mal Anzahl der Kontrakte. Weil nur eine Sicherheitsleistung (Margin) hinterlegt wird, sind Futures gehebelte Produkte.
- Kontrakt: Die Vorauswahl enthält die meistgehandelten US-Futures (E-mini S&P 500, Nasdaq, Rohöl, Gold …). Für Eurex-Kontrakte wie FDAX, Mini-DAX oder Euro Stoxx 50 wählst du „Eigener Kontrakt“ und trägst den Punktwert als Kontraktgröße ein.
- Richtung: Long, wenn du auf steigende Kurse setzt, Short bei fallenden.
- Einstiegs- und Ausstiegskurs in Indexpunkten bzw. im Preis des Basiswerts.
- Kontrakte und Kontraktgröße: FDAX 25 € pro Punkt, Mini-DAX (FDXM) 5 €, Micro-DAX (FDXS) 1 €, Euro Stoxx 50 (FESX) 10 €; bei Krypto-Futures die Einheiten pro Kontrakt.
- Hebel: Positionswert ÷ Margin. Verlangt der Broker 40.000 € Margin für einen FDAX im Wert von 600.000 €, ist der Hebel 15.
- Gebühren für Eröffnung und Schließung in Prozent des Positionswerts – bei Eurex-Futures oft pauschal pro Kontrakt; dann trägst du 0 ein und ziehst die Gebühr vom Ergebnis ab.
Die Formel
- Positionswert = Einstiegskurs × Punktwert × Kontrakte
- Initial Margin = Positionswert ÷ Hebel
- Bruttoergebnis = (Ausstieg − Einstieg) × Punktwert × Kontrakte (beim Short mit umgekehrtem Vorzeichen)
- Nettoergebnis = Bruttoergebnis − Gebühren
- Rendite auf die Margin = Nettoergebnis ÷ Initial Margin × 100
Der Liquidationskurs ist eine Schätzung, bei welchem Kurs die Verluste die Initial Margin aufgebraucht hätten. An regulierten Terminbörsen wie der Eurex gibt es keinen festen Liquidationskurs: Der Broker fordert Nachschuss (Margin Call) und stellt die Position glatt, wenn er ausbleibt. Bei Krypto-Perpetuals wird automatisch liquidiert, wegen der Maintenance Margin etwas früher als berechnet.
Praxisbeispiele
Beispiel 1 — Ein FDAX-Long
- Kauf bei 24.000 Punkten · Verkauf bei 24.180 · 1 Kontrakt à 25 € pro Punkt · Hebel 15
- Positionswert: 600.000 € · Margin: 40.000 €
- Ergebnis: 180 Punkte × 25 € = 4.500 € (11,3 % auf die Margin)
- Geschätzter Liquidationskurs: 22.400
180 Punkte sind eine normale Tagesspanne im DAX. In die Gegenrichtung kosten sie genauso 4.500 € – mehr als ein Zehntel der Margin. Wer kleiner handeln will, nimmt den Mini-DAX (ein Fünftel) oder den Micro-DAX (ein Fünfundzwanzigstel).
Beispiel 2 — Zwei Euro-Stoxx-50-Futures short
- Verkauf bei 5.000 · Rückkauf bei 4.950 · 2 Kontrakte à 10 € · Hebel 20
- Margin: 5.000 € · Ergebnis: 1.000 € (20,0 % auf die Margin)
Beispiel 3 — Zwei Mini-DAX gegen dich
- Kauf bei 24.000 · Glattstellung bei 23.880 · 2 Kontrakte à 5 € · Hebel 15
- Margin: 16.000 € · Ergebnis: −1.200 € (−7,5 %)
Den Stop legst du vor dem Einstieg fest: Wie viele Punkte bei deinem Risiko drin sind, zeigt der Stop-Loss-Rechner, ob sich der Trade lohnt, der CRV-Rechner. Für Krypto-Futures gibt es den Liquidationspreis-Rechner mit Maintenance Margin.
Typische Fehler beim Futures-Handel
- Margin mit Risiko verwechseln: Bei einer Kurslücke kann der Verlust die Margin deutlich übersteigen.
- Verfall vergessen: Eurex-Futures verfallen quartalsweise; die Position muss rechtzeitig geschlossen oder in den nächsten Kontrakt gerollt werden.
- Den falschen Punktwert nehmen: Ein FDAX-Punkt ist fünfmal so viel wert wie ein Mini-DAX-Punkt und 25-mal so viel wie ein Micro-DAX-Punkt.
Wie viele Kontrakte passen zu deinem Konto?
Sinnvoller als die Frage nach der Margin ist die nach dem Risiko. Mit 25.000 € Konto und 1 % Risiko pro Trade darfst du 250 € verlieren. Beim FDAX (25 € pro Punkt) sind das nur 10 Punkte Stop – im DAX weniger als ein paar Minuten Schwankung. Beim Mini-DAX (5 €) sind es 50 Punkte, beim Micro-DAX (1 €) 250 Punkte. Für kleinere Konten ist deshalb der Micro- oder Mini-Kontrakt die richtige Wahl, auch wenn der Broker den großen Kontrakt schon zulassen würde.
Rechne vor jedem Trade drei Zahlen: Punkte bis zum Stop × Punktwert × Kontrakte = Risiko in Euro. Liegt das Ergebnis über deinem Limit, sind es zu viele Kontrakte oder der falsche Kontrakt.
Häufige Fragen
(Ausstiegskurs − Einstiegskurs) × Punktwert × Anzahl der Kontrakte, beim Short mit umgekehrtem Vorzeichen, abzüglich Gebühren. Ein FDAX, der 180 Punkte steigt, bringt 180 × 25 € = 4.500 € brutto.
Im FDAX 25 €, im Mini-DAX (FDXM) 5 € und im Micro-DAX (FDXS) 1 €. Der Euro Stoxx 50 Future (FESX) bringt 10 € pro Punkt. Die aktuellen Spezifikationen veröffentlicht die Eurex.
Die Sicherheitsleistung, die Clearinghaus und Broker für eine offene Position verlangen, bei Index-Futures oft 5 bis 15 % des Kontraktwerts. Sie ist nicht der maximale Verlust – bei einer Kurslücke kann er höher sein.
Ein klassischer Future hat einen Verfallstermin, ein Krypto-Perpetual läuft unbegrenzt und wird über regelmäßige Funding-Zahlungen zwischen Long- und Short-Seite nahe am Kassakurs gehalten.
In Deutschland in der Regel als Kapitalerträge mit Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag; Verluste aus Termingeschäften sind seit 2024 wieder unbegrenzt verrechenbar. Für deinen Fall hilft eine Steuerberatung.
Futures werden an der Börse gehandelt, mit transparentem Orderbuch und Gebühren pro Kontrakt; CFDs sind Verträge mit dem Broker, meist mit Spread und Übernachtfinanzierung. Für kurzfristige Trades sind die Kosten oft ähnlich, für längere Haltedauern sind Futures meist günstiger, weil keine Finanzierungskosten anfallen.
Vor dem Verfall schließt du den laufenden Kontrakt und eröffnest dieselbe Position im nächsten Verfallsmonat. Die Kursdifferenz zwischen beiden Kontrakten und die doppelten Gebühren sind die Kosten dafür. Wer langfristig investiert sein will, rollt viermal im Jahr.
Ja. Für Rohöl, Gold oder Silber an der CME gibt es Vorauswahlen mit der richtigen Kontraktgröße; der Gewinn erscheint dann in Dollar. Für Kontrakte an anderen Börsen trägst du die Kontraktgröße aus der Spezifikation selbst ein.
Quellen
- John C. Hull, Options, Futures, and Other Derivatives (11th ed.) (Pearson, 2021)
- Futures contract (Wikipedia)
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