Quote in Wahrscheinlichkeit umrechnen
Rechne jede Quote in die Wahrscheinlichkeit um, die der Buchmacher dem Tipp gibt, sieh die Auszahlung deines Einsatzes und prüfe, ob deine eigene Einschätzung Value gegenüber der Quote hat.
z. B. 1.91 oder 2.50
Zeigt, was die Wette gewinnt
Prüft, ob die Quote Value hat
Implizite Wahrscheinlichkeit
52,38%
Reingewinn
90,91 €
Auszahlung
190,91 €
Nötige Trefferquote: Um bei dieser Quote Gewinn zu machen, musst du mindestens 52,38% deiner Wetten gewinnen.
Zuletzt geprüft: · Wie wir unsere Rechner prüfen
So nutzt du den Quote in Wahrscheinlichkeit umrechnen
Jede Quote ist eine Wahrscheinlichkeit in anderer Schreibweise. Eine 2.10 auf den Heimsieg heißt: Der Buchmacher sieht das Heimteam bei knapp 48 %. Eine 1.25 auf den Favoriten: bei 80 %. Diese Zahl ist die implizite Wahrscheinlichkeit, und sie ist die Messlatte für jede Wette: Liegt deine Einschätzung darüber, hat die Wette Value – liegt sie darunter, verlierst du auf Dauer.
- Gib die Quote ein – mit Punkt oder Komma (2.10 oder 2,10).
- Optional: Trage deinen Einsatz ein, um Reingewinn und Auszahlung zu sehen.
- Optional: Gib deine Gewinnchance in Prozent an. Der Rechner zeigt, ob die Quote Value hat, um wie viele Prozentpunkte und welcher Erwartungswert pro Wette dabei herauskommt.
Ganz unten steht die nötige Trefferquote: Genau so oft musst du bei dieser Quote gewinnen, um langfristig bei null zu landen. Quoten stehen wie auf dem Wettschein mit Punkt (2.10), Beträge und Prozente in deutscher Schreibweise (21,00 €, 47,62 %). Gibt dein Buchmacher die 5,3 % Wettsteuer weiter, steigt die nötige Trefferquote – das zeigt der Quotenrechner.
Die Formel
- Implizite Wahrscheinlichkeit = 1 ÷ Quote × 100 %.
- Auszahlung = Einsatz × Quote; Reingewinn = Auszahlung − Einsatz.
- Vorsprung = deine Wahrscheinlichkeit − implizite Wahrscheinlichkeit, in Prozentpunkten.
- Erwartungswert = deine Wahrscheinlichkeit × Reingewinn − (1 − deine Wahrscheinlichkeit) × Einsatz.
- Faire Quote für deine Einschätzung = 100 ÷ deine Wahrscheinlichkeit.
Die Marge steckt mit drin. Addierst du die impliziten Wahrscheinlichkeiten von 1, X und 2, kommst du immer über 100 %. Der Überschuss ist die Marge des Buchmachers – das Gegenstück zum Quotenschlüssel (ein Quotenschlüssel von 95 % bedeutet rund 5 % Marge). Die implizite Wahrscheinlichkeit einer einzelnen Quote liegt deshalb etwas über der echten. Wie groß der Aufschlag ist, misst der Quotenschlüssel-Rechner; die bereinigten Wahrscheinlichkeiten liefert der Faire-Quoten-Rechner.
Praxisbeispiele
Beispiel 1 — Heimsieg zu 2.10
- Implizite Wahrscheinlichkeit: 47,62 %
- Mit 10 € Einsatz: 11,00 € Reingewinn, 21,00 € Auszahlung
Beispiel 2 — Unentschieden zu 3.60
Das Remis zu 3.60 steht für 27,78 % – gut jedes vierte Spiel.
Beispiel 3 — der klare Favorit zu 1.25
Eine 1.25 bedeutet 80,00 %. Wer solche Quoten tippt, muss vier von fünf Wetten gewinnen, nur um nicht zu verlieren – ein verlorener Tipp frisst den Gewinn aus vier gewonnenen.
Beispiel 4 — Value oder nicht?
Eine 2.90 steht für 34,48 %. Gibst du dem Team 38 %, liegt dein Vorsprung bei +3,52 Prozentpunkten, der Erwartungswert eines Einsatzes von 20 € bei +2,04 €, und die faire Quote für deine Einschätzung wäre 2.63.
Weiter geht es mit dem Erwartungswert-Rechner; hält der Value, bestimmt der Kelly-Kriterium-Rechner den Einsatz. Eine britische oder amerikanische Quote rechnest du vorher im Quoten-Umrechner um.
Woher deine eigene Wahrscheinlichkeit kommt
Der Rechner errät keine Ergebnisse – der schwierige Teil ist deine Einschätzung. Wer langfristig gewinnt, stützt sich meist auf ein Modell (erwartete Tore und Poisson-Verteilung), auf die margenbereinigten Quoten eines sehr effizienten Marktes oder auf Informationen, die noch nicht eingepreist sind. Kannst du nicht begründen, warum deine Zahl besser ist als die des Buchmachers, ist sie es wahrscheinlich nicht.
Häufige Denkfehler
- Wahrscheinlich heißt nicht sicher: 80 % implizit bedeutet, dass der Favorit jedes fünfte Mal verliert. Pechsträhnen mit niedrigen Quoten sind völlig normal.
- Mit der falschen Zahl vergleichen: Deine Einschätzung gehört neben die implizite Wahrscheinlichkeit der Quote, die du tatsächlich spielst – nicht die eines anderen Anbieters.
- Die Marge in Kombiwetten vergessen: In einer Kombi multiplizieren sich die Quoten und mit ihnen die Margen. Die implizite Wahrscheinlichkeit der Kombi liegt daher noch weiter über der echten.
- Nach einer Wette urteilen: Value zeigt sich erst über Hunderte Wetten. Führe Buch und vergleiche deine Trefferquote mit der, die deine Quoten verlangen – das erledigt der Trefferquote-Rechner.
Für Wetten an einer Börse gilt dasselbe, nur aus der anderen Richtung: Wer einen Tipp „layt“, wettet gegen ihn und braucht eine implizite Wahrscheinlichkeit, die höher ist als die echte.
Häufige Fragen
1 durch die Dezimalquote teilen und mal 100 nehmen: 2.10 ergibt 47,62 %, 2.00 genau 50 %, 1.25 genau 80 %.
Weil jede Quote die Marge des Buchmachers enthält. Der Teil über 100 % ist sein theoretischer Gewinn; der Faire-Quoten-Rechner rechnet ihn heraus.
Deine geschätzte Wahrscheinlichkeit liegt über der impliziten Wahrscheinlichkeit der Quote. Nur dann ist der Erwartungswert auf Dauer positiv.
Nicht ganz: Sie enthält die Marge und spiegelt die Einschätzung des Marktes, die auch falsch sein kann. Ein guter Maßstab, aber keine Gewissheit.
Mehr als die implizite Wahrscheinlichkeit deiner Quoten. Bei einer Durchschnittsquote von 1.90 sind das über 52,63 %.
Werden 5,3 % von der Auszahlung abgezogen, wirkt die Quote wie Quote × 0,947. Aus 2.10 wird so effektiv 1,99 – die nötige Trefferquote steigt von 47,62 % auf gut 50 %.
Ja. Live ändert sich die Quote im Minutentakt, die Rechnung bleibt 1 ÷ Quote. Gib die aktuelle Quote ein, um zu sehen, welche Chance der Markt dem Tipp gerade gibt.
Für denselben Tipp zahlt die Quote mit der niedrigeren impliziten Wahrscheinlichkeit mehr aus. Vergleiche immer denselben Markt, etwa 1X2 mit 1X2 oder Über/Unter 2,5 mit Über/Unter 2,5.
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