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Compounding-Rechner für Trader

Rechne durch, wie ein Trading-Konto wächst, wenn du die Gewinne jeden Monat reinvestierst: Startkapital, Monatsrendite, Laufzeit und optionale Entnahmen, dazu simulierte Verlustmonate, Diagramm und Monatstabelle.

Monatsrendite: 3%

Laufzeit: 24 Monate (2 J. 0 M.)


Realistische Rückschläge einrechnen (z. B. alle 4 Monate 3 % Verlust)

Endkapital

20.327,94 $

Gesamtgewinn

+10.327,94 $

Gesamtrendite

+103,28%

Pro Jahr

+42,58% p. a.

Wachstumskurve
Monat für Monat
MonatGewinnKontostandGewinn gesamt
1+300,00 $10.300,00 $+300,00 $
2+309,00 $10.609,00 $+609,00 $
3+318,27 $10.927,27 $+927,27 $
4+327,82 $11.255,09 $+1.255,09 $
5+337,65 $11.592,74 $+1.592,74 $
6+347,78 $11.940,52 $+1.940,52 $
7+358,22 $12.298,74 $+2.298,74 $
8+368,96 $12.667,70 $+2.667,70 $
9+380,03 $13.047,73 $+3.047,73 $
10+391,43 $13.439,16 $+3.439,16 $
11+403,17 $13.842,34 $+3.842,34 $
12+415,27 $14.257,61 $+4.257,61 $
15+453,78 $15.579,67 $+5.579,67 $
18+495,85 $17.024,33 $+7.024,33 $
21+541,83 $18.602,95 $+8.602,95 $
24+592,08 $20.327,94 $+10.327,94 $

* Zur besseren Lesbarkeit gekürzt (jeder Monat bis 12, danach jeder dritte)

Zuletzt geprüft: · Wie wir unsere Rechner prüfen


So nutzt du den Compounding-Rechner

Compounding heißt nichts anderes als Zinseszins auf ein Trading-Konto: Der Gewinn eines Monats bleibt im Konto und arbeitet im nächsten Monat mit. Aus einer geraden Linie wird so eine Kurve, die immer steiler ansteigt. Viele Trader rechnen sich damit Traumzahlen aus. Dieser Rechner zeigt die Kurve – und was Verlustmonate und Entnahmen daraus machen.

  1. Startkapital deines Kontos in Dollar (die Rechnung in Euro ist identisch).
  2. Monatliche Entnahme (optional): was du jeden Monat abziehst, etwa als Gehalt aus dem Trading.
  3. Monatsrendite in Prozent, von 0,5 bis 20 %. Ab 3 % erscheint ein Realitätscheck mit dem Jahreswert.
  4. Laufzeit von 1 bis 60 Monaten.
  5. Verlustmonate simulieren (optional): ein Verlust von X % alle N Monate.

Im Ergebnis stehen Endkapital, Gesamtgewinn, Gesamtrendite und Rendite pro Jahr, ein Diagramm und eine Tabelle Monat für Monat. Übersteigen die Entnahmen den Ertrag, nennt der Rechner den Monat, in dem das Konto leer ist.

Die Formel

  • Kontostand im Monat = Vormonat × (1 + Monatsrendite ÷ 100) − Entnahme
  • Ohne Entnahme: Endkapital = Startkapital × (1 + r)Monate
  • Rendite pro Jahr = (Endkapital ÷ Startkapital)12 ÷ Monate − 1

Das ist die Zinseszinsformel Kn = K0 × (1 + r)n mit monatlichem r. 2 % pro Monat ergeben deshalb nicht 24 %, sondern 26,8 % im Jahr. Faustregel zum Verdoppeln: 72 geteilt durch die Jahresrendite ergibt die Jahre – bei 26,8 % knapp drei.

Der Haken beim Trading: Ein Sparbuch zahlt jeden Monat denselben Zins, eine Strategie nicht. Verluste werden genauso verzinst wie Gewinne, nur in die andere Richtung, und sie wiegen schwerer: Nach 5 % Minus brauchst du 5,3 % Plus, nach 20 % Minus schon 25 %. Eine Durchschnittsrendite mit regelmäßigen Rückschlägen bringt deshalb deutlich weniger, als der Mittelwert vermuten lässt.

Praxisbeispiele

Beispiel 1 — 2 % pro Monat auf 5.000 $

  • Nach 24 Monaten: 8.042 $ (+60,8 %, pro Jahr 26,8 %)
  • Nach 60 Monaten: 16.405 $ (+228,1 %)

Fünf Jahre ohne einen einzigen Verlustmonat mit konstant 2 % – das schafft kaum ein professioneller Fonds. Nimm die Zahl als Obergrenze, nicht als Plan.

Beispiel 2 — Was Verlustmonate anrichten

  • 10.000 $ mit 2 % pro Monat über 36 Monate: 20.399 $ (+104,0 %)
  • Dasselbe mit 5 % Verlust in jedem vierten Monat: 10.758 $ (+7,6 %)

Drei gute und ein schlechter Monat – das sieht nach solider Durchschnittsrendite aus und bringt in drei Jahren gerade einmal +7,6 %. Wie tief und wie lang solche Phasen sein können, rechnest du mit dem Drawdown-Rechner nach; die Bandbreite möglicher Ergebnisse zeigt die Monte-Carlo-Simulation.

Beispiel 3 — Vom Konto leben

  • 25.000 $ mit 1 % pro Monat, Entnahme 250 $ monatlich über 48 Monate
  • Endkapital: 25.000 $ · entnommen: 12.000 $

Wer genau den Monatsgewinn entnimmt, hat am Ende dasselbe Kapital wie am Anfang: Es gibt keinen Zinseszins mehr. Jeder Dollar über dem Gewinn zehrt das Konto langsam auf, und in einem Verlustmonat fehlt die Entnahme doppelt.

Realistische Monatsrenditen leitest du besser vom Risiko pro Trade ab: Mit dem Positionsgrößenrechner legst du fest, wie viel ein Trade kosten darf, mit dem CRV-Rechner, was er bringen muss.

Häufige Fragen

Gewinne werden nicht entnommen, sondern bleiben im Konto und vergrößern die Basis für die nächsten Trades. Bei gleichem Risiko in Prozent wachsen die Positionen mit dem Konto mit – im Gewinn wie im Verlust.

Endkapital = Startkapital × (1 + r)^n, mit r als Rendite pro Periode und n als Zahl der Perioden. 10.000 $ mit 1 % pro Monat über 60 Monate ergeben 10.000 × 1,01^60 ≈ 18.167 $.

Dauerhaft mehr als 1–3 % pro Monat schaffen sehr wenige Trader, und fast alle haben Verlustmonate. Angebote, die 10 % im Monat versprechen, sind ein Warnsignal. Nutze den Rechner, um den Effekt zu verstehen, nicht als Zielvorgabe.

Er rechnet mit Monatsrenditen ab 0,5 % (rund 6,2 % im Jahr) und ist auf Trading ausgelegt. Für Tagesgeld oder einen Sparplan mit Einzahlungen ist ein klassischer Zinseszinsrechner besser; ein Beispiel von Hand: 10.000 € zu 3 % über zehn Jahre ergeben 10.000 × 1,03^10 ≈ 13.439 €.

Weil jeder Monat auf dem Ergebnis des Vormonats aufbaut. 2 % pro Monat sind 26,8 % im Jahr. Bei Verlusten wirkt der Effekt umgekehrt: Ein Minus trifft einen größeren Kontostand und muss mit einem höheren Plus wieder aufgeholt werden.

Ja. Realisierte Trading-Gewinne unterliegen in Deutschland in der Regel der Abgeltungsteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer, nach Abzug des Sparerpauschbetrags. Wer Gewinne versteuert, kann nur den Nettobetrag reinvestieren – der Compounding-Effekt fällt kleiner aus, als die Bruttorechnung zeigt.

Reinvestieren beschleunigt das Wachstum, vergrößert aber auch die Positionen und damit den Verlust in Euro oder Dollar in jeder Verlustserie. Viele Trader entnehmen deshalb jeden Monat oder jedes Quartal einen festen Anteil, um Ergebnisse zu sichern und das Risiko im Griff zu behalten.

Stärker, als es aussieht: Nach 20 % Verlust braucht das Konto 25 % Gewinn, um wieder am Ausgangspunkt zu stehen, und in der Zwischenzeit wird auf einem kleineren Kapital weitergerechnet. Kleine Verluste durch ein geringes Risiko pro Trade schützen den Effekt besser als die Jagd nach Rekordmonaten.

Bei gleichem nominalen Jahreszins wächst das Kapital umso schneller, je öfter verzinst wird, aber der Unterschied ist klein: 6 % mit monatlicher Verzinsung entsprechen effektiv 6,17 % im Jahr, mit täglicher 6,18 %. Beim Trading zählt die Gleichmäßigkeit der Ergebnisse weit mehr als die Taktung.

Quellen

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